(Vegan) Extreme Rapid Fat Loss Diet

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von dness, 29. Juli 2017.

  1. dness

    dness

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    Okay,
    im Stehen Socken anziehen gestaltet sich mitlerweile als sehr schwierig. Beim Sitzen geht der Bauch über den Gürtel. Mein Ziel ist es, innerhalb eines Monats so viel Fett wie möglich zu verlieren und dabei möglichst viel Muskelmasse zu erhalten. Und dann wieder "sauber" aufzubauen. Lange gemäßigte Diäten sind nichts für mich. Die Idee ist - nach etwas Recherche solcher extremer Diäten - folgende:

    - Das einen Monat lang: 5 Tage 1000kcal, Tag 6: 2000kcal und Tag 7: 3000kcal. Repeat.
    - Kalorien fast ausschließlich über Protein (Proteinpulver (Reis oder Soja). Keto ist vegan schwierig daher 50g Haferflocken (für Kohlenhydrate und etwas Mikros und Sättigung), 50g Kokosmilch
    - Multivitaminsupplementierung (Gibt es da was gutes aus der Drogerie?) + 4 Kapseln Omega3-Algenölkapseln, Salz, Vit D
    - 3x die Woche Kraftsport (+ Arbeitsweg ist pro Weg 15Min mit dem Fahrrad, sonst nur Sitzen am Arbeitsplatz)
    - viel Gemüse wie Brokkoli o.ä

    Einige von euch haben da mehr den Durchblick was Makro/Mikro-Dinge anbelangt. Wie ist die Meinung? Für einen Monat sollte das machbar sein.
     
    #1
  2. upgrade

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    Klingt ganz gut der Plan! Hätte dir ähnliches empfohlen (Speedweek genannt) und Protein hoch, Carbs runter! Vielleicht noch moderat Cardio einbauen! Ruhig mehr Rohkost einbauen, viel Volumen - wenig Kcal, für die Sättigung. Punkto Multivitamin würde ich (Opti-Man 180 Stk. von Optimum Nutrition empfehlen). Zu Omega 3 und D3 das B12 nicht vergessen ;) Grüntee/Koffeein nutzen wenn man es verträgt. Das Ganze trotzdem eher für 2-3 Monate planen. Halte uns auf dem Laufenden!! :)
     
    #2
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  3. dness

    dness

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    B12 ist sowieso drin, subkutan. :) Eventuell lasse ich die Haferflocken auch weg. 100g Brokkoli hat ja auch 7g.

    Kann gerne einen wöchentlichen Bericht machen mit einigen Eckdaten, Training, Ernährung und Hormonelles/Gefühlslage.
     
    #3
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  4. human vegetable

    human vegetable

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    Holy shit, bin gespannt auf deine updates. Erstmal Respekt dafür, sich überhaupt so was Restriktives vorzunehmen!
     
    #4
  5. Furor Veganicus

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    Ich halts für eine dumme Idee. Du hast doch sowieso eher Probleme, aufzubauen, wieso dann noch so Kamikazeaktionen?
     
    #5
  6. upgrade

    upgrade

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    Ja aber wenn jemand meint, zu viel Gewicht (in Form von Fett) mit sich herum zu tragen.. wie sieht dein Rat dann aus?

    So lange man keine lange Diät fährt die womöglich den Stoffwechsel noch verlangsamt, ist doch alles ok. Es ist immerhin Sommer und da hat man halt gerne ein Sixpack ;) nicht für jeden ist Kraft & Masse die Nr. 1 Priorität.
     
    #6
  7. dness

    dness

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    Das Fett nützt mir weniger als dass es irgendeinen Vorteil bringt. Es wird halt langsam zu viel ohne, dass ich mehr Kraft aufgebaut habe in der Zeit. Gut, mache zurzeit auch viel Techniktraining mit der Kettlebell. Daher der Reset. Was bringt es mir, weiter zu "bulken" wenn ich noch fetter werde.
     
    #7
  8. upgrade

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    Sehe ich auch so! Lass dich nicht verunsichern ;-p
     
    #8
  9. Ottomane

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    Bin persönlich auch kein Fan der Idee. Ich meine, du könntest auch in einem moderaten Tempo Fett abbauen und weiter Muskeln aufbauen. Stattdessen gehtst du in ein Extrem, dass trotzdem schwer zu kontrollieren ist. Die Chance mehr Muskeln zu verlieren, als du willst, ist eher zu hoch. Die wieder aufbauen dauert doch echt lange, so relativ gesehen.

    Du kannst das natürlich trotzdem durchziehen, aber ich tendiere erstmal zu KISS. Gibt ja den Dumm-Dumm-Geschoss-Ratschlag zum abnehmen: Vor jeder Mahlzeit einen Protonenshake und nach ner Wartezeit die eigentliche Mahlzeit, die dann automatisch kleiner ausfallen sollte.

    Funktioniert das nicht, gibt es weiterhin den Extremmodus deiner Präferenz.

    So-oder-so viel Erfolg!
     
    #9
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  10. upgrade

    upgrade

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    Warum sollte er bei einem Defizit (was er sogar "nur" 1 Monat fahren möchte) inklusive Refeed Tag, Muskeln abbauen? Er hält das Protein hoch und trainiert weiterhin. Ich sehe da kein Problem darin.
     
    #10
  11. human vegetable

    human vegetable

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    Ich sehe es so: Zwar ist dein Ansatz gelinde gesagt "kontrovers", aber du hast das Ganze ja von Vorneherein als zeitlich begrenztes Experiment ausgelegt.

    Unabhängig davon, ob du nach vier Wochen gute Ergebnisse hast (oder den Plan auch nur halbwegs durchziehen kannst; vermutlich musst du kräftig nachjustieren wenn du überhaupt dabei bleiben kannst) wirst du jede Menge Einsichten erhalten, die dir bei einem moderateren, deiner Regelernährung näheren Ansatz verborgen geblieben wären.

    Theorie und wohlmeinende Ratschläge aus dem Netz sind ja schön und gut, aber am meisten lernt man halt nun mal aus eigenen Erfahrungen (vor allem den Fehlern!). Vielleicht greift man kurzfristig ein bisschen öfter ins Klo, aber langfristig bringt einen so eine Datenbank aus persönlichen trial-and-error Versuchen enorm weiter! Und in einem Monat kannst du nicht sooo schrecklich viel kaputt machen - wenn es schiefgeht, dann hast du's schnell wieder ausgebügelt.

    Zudem hat jeder so restriktive Ernährungsplan auch eine mentale, fast schon spirituelle Komponente. Selbstentsagung und Askese sind (solange sie nicht außer Kontrolle geraten und krankhaft werden) der allgemeinen Persönlichkeitseentwicklung sehr zuträglich.

    No risk - no fun, I say go for it!

    Bonus: Studie über den Nutzen von Refeeds
    http://www.ergo-log.com/strict-weight-loss-diet-works-better-if-you-bend-the-rules-occasionally.html
     
    #11
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2017
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  12. Ottomane

    Ottomane Moderator Moderator*in

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    5 Tage Starkes Defizit, 1 Tag Defizit und 1 Tag Refeed.

    Wenns die Diet von Lyle McDonald ist, dann kommt noch dazu, dass nur ein geringes bis moderates Training empfohlen wird und irgendwas mit 30 min schnell Spazieren gehen, glaub ich.

    Das ist eine ziemliche Last, auch mit den Protonen und recht wenig Stimulus. Besonders wenn man natural ist.

    Nur als Perspektive.
     
    #12
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  13. upgrade

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    Ich denke trotzdem, dass Zeiträume wir zB 1 Monat nicht viel anrichten können. So wie man in einem Monst nicht nennenswert viel Muskulatur aufbauen kann so kann man auch nicht viel verlieren. Hab mal wo gelesen, dass erst nach 3 Wochen Trainingspause, der Körper wirklich anfängt, Muskeln abzubauen. Kann man natürlich nicht allgemein auf jeden übertragen aber ich glaube wenn das so schnell passieren würd hätten wir nie überleben können! Viele in der Fitness Szene übertreiben hier.. haben zu schnell Angst.. unbegründet aber ja.. jedem seine Meinung! ;)
     
    #13
  14. Furor Veganicus

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    Du blendest bei dieser Einschätzung halt gekonnt den Grund der Kritik, nämlich das extreme Kaloriendefizit, einfach aus^^
     
    #14
  15. upgrade

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    Ja weil ich es bei der kurzen Dauer absolut nicht als Problem ansehe! Es sollte generell Phasen von Überfluss und Phasen von Mangel geben. So war es früher ja auch.. kalt/warm, hell/dunkel, anabol/katabol usw.. alles ständig im Wechsel ;)
     
    #15
  16. Furor Veganicus

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    Ich habe mich mit weniger langen Diäten mit mehr Kalorien schon leistungstechnisch zugrunde gerichtet. Also sooo kurz ist ein Monat nicht wirklich.
     
    #16
  17. upgrade

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    Ja aber war es tragisch, dass du vll 1-3 Wochen keine Peak Performance hinlegen konntest? Wohl kaum ;)

    Außerdem ist es wohl einfach eine Frage der Priorität! Geht einem Leistung über alles dann lieber nicht ins Defizit. Will man einfach etwas abspecken und macht sein Training just for fun, dann kann ich auch mal riskieren etwas Kraft/Gains zu verlieren.
     
    #17
  18. NazgShakh

    NazgShakh

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    Ohne Spaß, das kann ich echt genauso unterschreiben. Tschüß Leistung, tschüß Laune, auf Wiedersehen Lebensqualität. Peak Performance? Die Leistung kackt komplett ab.
     
    #18
  19. human vegetable

    human vegetable

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    Furor, Nazqshaq, ihr unterstreicht beide meinen Punkt. Ihr habt beide schon selbst mit extrem kcal-reduzierten Crashdiäten experimentiert, seid nicht erfolgreich gewesen, und habt aus persönlicher Einsicht eure Lehren gezogen.

    Natürlich ist es nachvollziehbar wenn ihr dness vor dem gleichen Holzweg bewahren wollt. Aber manche Fehler muss man einfach selber machen - habt ihr ja auch, dass vor Crashdäten allgemein gewarnt wird dürfte euch damals nicht verborgen geblieben sein.

    Ob es bei dness genauso läuft, ist ja auch nicht völlig klar - schließlich gibt es auch Erfolgsstories. Eine Nachbarin hat mit einer Formula-Diät extrem abgespeckt, und hält das neue Gewicht auch schon einige Jahre.

    Was Crashdiäten angeht, gibt es neben den shakelastigen Varianten wie der "velocity diet" auch WFPB-Anwärter (für die man als Kraftsportler aufgrund des niedrigen Proteinanteils aber gleich doppelte Überwindung braucht):

    Einmal der mittlerweile legendäre "Potato Hack" - über einen begrenzten Zeitraum (normalerweise einige Tage) isst man nix außer Kartoffeln. Link: http://vegetablepharm.blogspot.de/p/the-potato-diet_14.html

    Tim meint, damit könne man seiner Darmflora sogar was Gutes tun, und er gibt auch einige Variationen an, wie man das längerfristig mit normaler Kost vereinbaren könne.

    Ein Australier hat das über ein Jahr durchgezogen und eine recht beeindruckende Transformation hingelegt, googel' mal "spudfit challenge".

    Eine weitere "vollwertige" Kurzzeit-Crashdiät ist "Mary's Mini" von Dr. McDougall, auch das könntest du dir mal ansehen.

    Über kurze Zeiträume unter einer Woche habe ich mit beidem gute Erfahrungen gemacht, aber über ein paar Tage verliert man natürlich außer Wasser nicht viel. Leistungseinbußen hatte ich immerhin auch nicht - eher im Gegenteil.

    Als proteinoptimierte Sportlerversion kann ich noch die Eigenkreation "Chickpea Hack" empfehlen - Kichererbsen finde ich wesentlich bekömmlicher als andere Hülsenfrüchte und kann sie auch in großen Mengen ohne üble Nachwirkungen verzehren. Soweit ich weiß sind Kichererbsen in gewissen Regionen in Indien traditionell das Grundnahrungsmittel, ähnlich wie Süßkartoffeln auf Okinawa.

    Wie du heraushörst habe ich vor carbs auch in Abnehmphasen keine Manschetten - solange ich diese in vollwertigen Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte zu mir nehme, habe ich kein Problem.

    Aber wer weiß, vielleicht wirst du ja mit der Shakediät glücklich - oder hast danach das Interesse an Crashdiäten völlig verloren. Falls nicht - siehe oben für Denkanstöße.
     
    #19
  20. NazgShakh

    NazgShakh

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    Ich habe noch nie eine Crashdiät durchgezogen. Aber ich habe mal einige Wochen mit 2200kcal pro Tag zugebracht. Das hat mir den Urlaub versaut, meine Kraftwerte sind eingebrochen und ich hatte an und für sich gar keinen Spaß dabei. Natürlich habe ich auch abgenommen. Viel. Aber im Endeffekt würde ich das so keinem mehr raten. Es sei denn, man will auf einen Wettkampf oder so.
     
    #20