TK BeerenBeeren

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von gorilla, 26. Dez. 2016.

  1. gorilla

    gorilla

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    Ach du Scheisse!!!!

    Seite 226

    Ketoernährung lässt Tumoren aushungern, da sie Ketone nicht verwerten können.
    So ein Unfug.... wenn alles so gut recherchiert wurde.... dann gute Nacht.
    So ein Kack. Macht mich wütend!:fluch:
    http://m.spiegel.de/gesundheit/erna...ctedFrom=www&referrrer=https://www.google.de/

    Tumorzellen können sich prinzipiell mit allen Substraten ernähren, auch mit Eiweiß bzw. Aminosäuren, Fett bzw. Fettsäuren, Laktat und sogar Ketonkörpern (Sonveaux P. et al.J Clin Invest 2008;118:3930-3942; Kallinowski F. et al., Cancer Research 48, 1988)

    Zum Kotzen so schlechte Literatur!
     
    #21
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dez. 2016
  2. gorilla

    gorilla

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    Gastrointestinal Joe:biggrin:
     
    #22
  3. Alex

    Alex Administrator Admin Moderator*in Teammitglied

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    Hab mir den link mal angeschaut.
    Klang erst halbwegs interessant, aber dann... Für radioaktive Strahlung gibt es meines Wissens nach keine ungefährliche Dosis bzw. keine Schwelle, unter der es ungefährlich wäre. Da gilt einfach: umso mehr, umso schlechter. Die Hormesis Theorie lässt sich wohl nicht ungefiltert auf alles übertragen.
    Dass pflanzliche Nahrung wegen Giftstoffen gesund sein soll... will mir nicht so recht einleuchten.
     
    #23
  4. human vegetable

    human vegetable

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    Gerade bei radioaktiver Strahlung greift Hormesis - dafür gibt es einige Belege über Arbeiter aus Kernkraftwerken, Passagieren von Langstreckenflügen, Menschen die im Hochgebirge leben, Röntgenpatienten und Patienten der sogenannten "Radontherapie", die alle niedrigen Strahlendosen ausgesetzt waren und davon einen statistischen Benefit haben. Das wird im Buch gründlich aufgearbeitet und aus meiner Laiensicht überzeugend begründet.

    Friebe behauptet, die Idee dass Strahlung und andere karzinogene Substanzen auch schon in kleinsten Mengen schaden und sich selbst geringste Expositionen über die Zeit addieren und zu Schäden führen, käme schlicht und einfach daher, dass bei der Risikoabschätzung ein lineares Modell gnadenlos bis auf Nullexposition durchgefahren wird, auch wenn dafür keinerlei Daten existieren (frei nach dem Motto: Im Zweifel lieber zu streng als zu lasch).

    Allerdings warnt er vor BPA und ähnlichen Chemikalien, die ins Hormonsystem eingreifen. Hier sei auch bei nach konventionellen Maßstäben extrem geringen Mengen schon eine reale Gefahr gegeben, da das Hormonsystem so sensibel sei. Ob es dabei überhaupt eine hormetische Dosis gibt, ist heute noch nicht abschätzbar.

    Zum Thema "Pflanzengifte" zwei Beispiele: Sowohl Allicin aus Knoblauch als auch Isothyanat/Glucosinolate aus Kohlgemüse sind eigentlich Fraßschutzstoffe gegen Insekten. Die gesundheitlichen Vorteile bei Aufnahme kleiner Mengen sind vielfach belegt.

    Alex, du hattest mal einen link über die paradoxerweise schlechten Auswirkungen von supplementierten Vitaminen gepostet. Auch darauf geht er ein, im Zusammenhang mit "gesunden" Antioxidantien, und den hormetischen Effekten von Sport und Bewegung.

    Was die Steinzeiternährung angeht gebe ich dir recht, Gorilla. Da dachte ich auch, dass der Autor sich hier weit aus dem Fenster lehnt und eine sehr simple Auffassung hat, die seine Vorurteile bestätigt.
     
    #24
  5. gorilla

    gorilla

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    Ist dem so? Sulforaphan ist ein indirektes Antioxidans, es entsteht beim schneiden der Planze. Es kann sich auch um einen Schutzstoff handeln, der auf menschliche Tumorzellen eine hemmende Wirkung entfaltet.
    Konnte jetzt keine verbindlich Quelle finden. Das Ganze mit dem Frassschutz ist eher eine Hypothese.

    Friebe kommt mir wie ein Pollmer vor, reisserische Thesen um Bücher zu verkaufen. Giftstoffe machen uns härter und gesünder:O_o:
    Beim Asbest kommt er nicht weiter und was ist mit dem Passivrauchen?
    Es gibt keine Grenzwerte..bei krebserregenden Stoffen ist kein Mechanismus bekannt, der das Gefährdungspotenzial unterhalb einer spezifischen Konzentration völlig ausschließen könnte.

    Sorry Jungs, aber das Buch ist nicht gut:thumbsdown:
     
    #25
    Zuletzt bearbeitet: 29. Dez. 2016
  6. human vegetable

    human vegetable

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    Zum Thema Asbest schau' mal den Einschub "Asbest und andere Krebserreger" in Kapitel 20 (Printausgabe S. 245-6). Hier zitiert er konkrete Belege dafür, dass niedrige Expositionen ungefährlich (wenn nicht sogar vorteilhaft) sind.

    Dennoch hast du natürlich recht, dass er die Grundidee von Hormesis stark verallgemeinert, und manchmal die Evidenz schuldig bleibt. Das setze ich bei populären Wissenschaftsbüchern aber ein Stück weit voraus, in den gängigen veganen Ernährungsratgebern kommt das auch ständig vor. Kommerzieller Erfolg und wissenschaftliche Exaktheit sind schwer unter einen Hut zu bringen.
     
    #26
  7. gorilla

    gorilla

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    Jetzt bin ich durch. Beim Schlusssatz hat er ganz verschiessen, dass er Tierversuche als Notwendig erachtet....Unsympathisch und teilweise gefährliches Halbwissen.
     
    #27
  8. Furor Veganicus

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    Tierversuche sind auch notwendig.
     
    #28
  9. human vegetable

    human vegetable

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    Persönlich hat mich der Autor auch nicht gerade von sich eingenommen. Dennoch habe ich viele erhellende Infos mitgenommen. Man muss halt willens sein, die Spreu vom Weizen zu trennen.

    Frei nach Bruce Lee: "Use what is useful, discard what is useless, add what is specifically your own."
     
    #29
  10. Holger

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    #30
  11. Obilan

    Obilan

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    Im Moment esse ich meine Beeren mit Bananen als Eis, da habe ich wohl die Arschkarte, oder?
     
    #31
  12. Furor Veganicus

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    Das Risiko ist alles in allem sehr gering. Da musst du schon extremes Pech haben
     
    #32
  13. human vegetable

    human vegetable

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    Ich bleibe dabei, TK-Produkte vor dem Verzehr abkochen ist übertrieben.

    Wer das konsequent zu Ende denkt müsste eigentlich zuerst mal andere Infektionsrisiken abstellen, die viel größer sind:
    - Einweghandschuhe tragen oder ständig Hände desinfizieren/waschen, um Schmierinfektionen von Türklinken etc. zu vermeiden
    - bei Kontakt mit anderen Mensschen Mundschutz tragen, um Tröpfcheninfektion zu vermeiden
    - etc. pp.

    Da verdorbenes Essen evolutionär eine sehr reale Gefahr darstellte sind Menschen in ihrer Risikoabschätzung besonders sensibel, wenn es um Gefahr durch Schadstoffe im Essen geht (ähnlich wie die Angst vor Terrorismus im Verhältnis zu anderen Lebensrisiken irrational groß ist, da es evolutionär eine große Gefahr war, Opfer einer Gewalttat zu werden).

    Problem: Unsere moderne Umwelt unterscheidet sich stark von unserem "artgerechten" Lebensraum, verdorbene Nahrung und Gewalttaten spielen in der Todesstatistik kaum noch eine Rolle gegenüber "neuen" Risiken wie chronisch-degenerativen Erkrankungen durch Überernährung (auf deren Risiko die meisten Menschen aus den gleichen Gründen kaum reagieren).

    Wenn wir bei der Risikoabschätzung also nach Bauchgefühl gehen, liegen wir oft falsch und machen uns um die falschen Dinge zu viel Sorgen, und um die richtigen zu wenig.

    Außerdem: Man stelle sich die Konsequenzen vor wenn nun alle Menschen wie von Gorilla vorgeschlagen vorgehen und ihre TK-Kost generell abkochen: Ein ungeheurer Zusatzaufwand an Energiekosten stünde einer verschwindend geringen Anzahl an verhinderten Noroviren-Infektionen gegenüber. Gesamtgesellschaftlich gesehen macht das keinen Sinn.

    Parallelen: Die US-Reisenden, die nach 9/11 aus Angst vor Terror statt einem Inlandsflug das Auto benutzt haben, und dadurch die Zahl der Verkehrstoten in den Folgejahren kräftig nach oben getrieben haben; die Mama die Ihre Kinder aus Angst vor Pädophilen nicht mehr unbeaufsichtigt zum Spielen vor die Haustür lässt (und damit die Selbständigkeit ihrer Kinder erheblich einschränkt).

    Clip zum Thema: http://www.ardmediathek.de/tv/odyss...ehen/Video?bcastId=246888&documentId=34959936
     
    #33
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  14. Holger

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    Okay, dann bin ich beruhigt. :biggrin:

    Top Beitrag zu einer Frage, die mir völlig banal vorkam. Danke! :laugh:
     
    #34
  15. gorilla

    gorilla

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    Naja, wenn man sich mal Teewasser im Wasserkocher kocht, schüttet man was davon in eine Schale mit den Beeren. Fertig.
     
    #35
  16. Furor Veganicus

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    so funktioniert Abkochen nicht.
     
    #36
  17. gorilla

    gorilla

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    Das RKI gibt für Viren und Bakterien eine Deaktivierungszeit von 3 Minuten in 100 Grad heissem Wasser vor. Das Wasser kocht und bedeckt die Beeren für 3 Minuten - mission completed!
     
    #37
  18. Furor Veganicus

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    Stimmt. Natürlich kühlt sich das Wasser auch nicht ab, nachdem man es über Gefriergut gießt :D
     
    #38
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  19. gorilla

    gorilla

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    Dann rechne mal aus, um wieviel Grad 300 ml kochendes Wasser runderkühlt, wenn es mit 50g TK Beeren in Kontakt kommt und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Viren diese Temperatur überleben.

    Sollte das zu kompliziert sein, kannst du die Beeren am Vorabend rausstellen zum Auftauen:up:
     
    #39
  20. Furor Veganicus

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    Gerne. Sagen wir mal, dein kochendes Wasser hat 100 Grad Celsius. Rechnen wir mal mit 80% Wassergehalt im Obst und vernachlässigen die anderen Bestandteile. Die spezifische Wärmekapazität von Wasser können wir rauskürzen (4,19J/g*k). Also 40g Wasser mit -18 Grad Celsius und 300g Wasser mit 100 Grad Celsius. Bin grad unterwegs und rechne im Kopf, aber das sollte auf 84,2 Grad rauslaufen. Ganz zu schweigen von der Abkühlung durch die umgebende Luft. In jedem Fall hast du dadurch keine 3 Minuten 100Grad. Ausserdem fand ich dein Argument irgendwie unpassend hinsichtlich Energieverbrauch, man kann ja auch einfach nur soviel Wasser erhitzen, wie man für den Tee braucht. Wenn du mehr nimmst, verbrauchst du auch mehr Energie (im betrachteten System, Energieerhtungssatz blabla, ihr wisst bescheid)
     
    #40