Studie: Ernährung und Sterberisiko

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von human vegetable, 7. Juli 2017.

  1. human vegetable

    human vegetable

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    Mal wieder eine Studie aus der Rubrik "zu schön um wahr zu sein": Gesunde Ernährung soll das Sterberisiko um bis zu 80% reduzieren.

    Link: http://ergo-log.com/reduce-your-mortality-risk-factor-5-diet.html

    Das liest sich für mich wie "Lügen mit Statistik": Mag sein, dass die einzelnen "gesunden" Lebensmittelgruppen das Sterberisiko rein statistisch um bis zu 21% reduzieren (im Fall von Vollkorn), aber daraus folgt noch lange nicht, dass sich diese Reduktionen ergänzen, wenn man eine "optimale" Kombination aus verschiedenen davon isst. Dasselbe gilt für Steigerung des Sterberisikos bei Verzehr von "ungesunden" Lebensmitteln.

    Die Studie basiert angeblich auf Analyse epidemiologischer Studien, und da werden oft Tausende von Menschen beobachtet. Frage mich, warum anstatt theoretischer Zahlenspiele nicht einfach diese Personengruppen verglichen wurden, die nach den vorigen Erkenntnissen die angeblich gesundesten/ungesundesten Lebensmittelkombis verzehrt haben. Wenn sich da ebenfalls eine 80% Reduktion zeigt, wäre das ein zusätzlicher (aber immer noch kein hinreichender) Beleg.
     
    #1
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  2. gorilla

    gorilla

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    Klingt gut, wobei 80% relatives Risiko bedeutet, das müsste jetzt aufs absolute Risiko umgerechnet werden.
     
    #2
  3. human vegetable

    human vegetable

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    Nicht 80% relatives Risiko, sondern nur noch 20%, da 80%ige Reduktion. Das wäre wirklich extrem krass - wobei 100%iges Risiko sich hierbei auf die Personengruppe mit der ungesundesten Ernährung bezieht.

    Wer weiß was die sich so reingezogen haben - wenn die auf der "Supersize Me" Morgan Spurlock diet waren, kommt es am Ende sogar noch hin.

    Dennoch: Die Berechnungen, die den Zahlen zugrunde liegen, sind mehr als fragwürdig. Ich vermute, auch bei gesunder Ernährung gibt es einen "point of diminishing returns" - soll heißen, wenn man sich schon ziemlich gesund ernährt, profitiert man von weiteren Verbesserungen weit weniger als ein Durchschnittsesser. Und das ist mit der bei der Studie zugrundeliegenden Berechnungsweise eben nicht vereinbar.
     
    #3