Gründliches kauen!

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von gorilla, 7. Juli 2017.

  1. gorilla

    gorilla

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    Der Thread ist hauptsächlich als Erinnerung für mich und Ansporn, auch für andere.
    Ich lese gerade ein Interessantes Buch eines Heilpraktikers (die Jungs sind nicht alle schlecht) und alleine der Hinweis ist schon sein Geld wird - gründlich kauen und einspeicheln.
    Schon tausendmal gehört, immer wieder genickt und doch nicht gemacht.
    Aber das ist plausibel, alles was nicht gründlich gekaut und eingespeichelt wird, landet relativ unverdaut im Darm, kann dort faulen und unheil im Körper anstellen.
    Ich schlinge oft mein Essen runter und habe viel zu grosse Mengen, dadurch auch das Schlingen.

    Gründliche Kauen ist Teil der Verdauung!
    Der Speichel enthält Enzyme wie z.B. Amylase, welche die Kohlenhydrate schon in der Mundhöhle spaltet, sodass sie direkt in die Blutbahn aufgenommen werden können. Ohne Kauaktivität, können diese Stoffe erst wieder im Dünndarm weiterverarbeitet werden und belasten die Bauchspeicheldrüse unnötigerweise.
     
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  2. human vegetable

    human vegetable

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    Sehe ich genauso wie du.

    Neben den rein physiologischen Vorteilen ist "achtsames Essen" für mich wesentlich einfacher durchzuführen und angenehmer als formale Meditation, mit vermutlich ähnlich positiven Auswirkungen auf die allgemeine Stimmung und Konzentration.

    Gerade für kopfgesteuerte Esser wie mich ist achtsames Essen extrem nützlich, um vor lauter Ge- und Verboten die Bedürfnisse und Rückmeldungen des eigenen Körpers nicht zu überhören.

    [Nachtrag - guter Übersichtsartikel zum Thema: https://authoritynutrition.com/mindful-eating-guide/]
     
    #2
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2017
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  3. gorilla

    gorilla

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    Interessant. Zum Thema gibt es auch ein Buch.

    [​IMG] [​IMG]
     
    #3
  4. gorilla

    gorilla

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    HV, danke für die Inspiration, das Essen einfach als Meditation zu nutzen.
    Ich meditiere auch wieder, weniger aus religiösen oder spirituellen Gründen, eher als mentales Training (wie Krafttraining nur für die Psyche) zwecks Stärkung der Steuerungs- und Exekutivfunktionen des Gehirns (Stichwort präfrontaler Cortex) um weniger in den Automatismen des Limbischen Systems "gefangen" zu sein.
    Da gibt es ja mittlerweile beachtliche wissenschaftliche Arbeiten von Ott und Hölzel.
     
    #4
  5. human vegetable

    human vegetable

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    :thumbsup:

    Zum Thema "achtsam essen" gibt es mittlerweile schon Dutzende von Büchern (v. a. im englischsprachigen Raum). Habe mir öfter überlegt, so eins zu kaufen, aber ich denke das ist unnötig, wenn man sich mit dem Thema schon allgemein auseinandergesetzt hat.

    Viele Bücher zum Thema Achtsamkeitsmeditation haben ohnehin schon ein Kapitel darüber, wie man Achtsamkeit in Alltagssituationen als "informelle Meditation" praktizieren kann - wenn man das halbwegs verstanden hat, sollten einige kurze Tipps zum thema "achtsames Essen" eigentlich ausreichen.

    Woran ich arbeiten muss, ist Achtsamkeit nicht nur während des Essens zu praktizieren, sondern vor allem während meiner gedanklichen Auseinandersetzung mit Ernährungsfragen. Das sollte mich vor einigen Holzwegen und viel unproduktiver Grübelei bewahren!
     
    #5
  6. gorilla

    gorilla

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    Du hast ja selbst mal ACT empfohlen. Hier findet man wohl das beste Grundmodell wie man diese Gedanken vom "hohen Ross" runterholt.
    Auch wenn das Konzept, gerade beim Commitment mir keinen Mehrwert gibt, so sind doch die Erklärungen zur kognitiven Fusion (u.a. Einengung der Gedanken, Überbewertung gedanklicher Prozesse) hilfreich.
    Allerdings teile ich nicht die Erklärung von Harris, warum die Kognitive Therapie nicht funktioniert und das Gedanken nur Gedanken sind.
    Selbstverbalisierung u.a. durch Donald Meichenbaum eingebracht, kann eine mächtige Intervention auf Gefühle und Handlungen bzw. Körperverhalten sein.
     
    #6