From hero to zero: Schwer krank durch Diät? Wer kann das stoppen?

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von richie, 5. Nov. 2015.

  1. richie

    richie

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    @anxt
    Danke. Seine Sendung kenne ich! Mündlich Artikulieren ist eines der Handicaps, die mich plagen. Wortfindungsstörungen.

    @gorilla
    Dein Gedanke ist geht in die richtige Richtung.

    Lass mal praktisch weiterdenken:

    1. bekannte Autoimmunparameter wurden untersucht: waren negativ
    2. aber es existieren soviele Antikörper wie Proteine (tausende), kann sein das die AK gegen ein bestimmtes Strukturmolekül nie
    identifiziert werden
    3. Autoimmunes gilt doch als unheilbar, man behandelt es mit Cortison (verursacht Muskelabbau und andere negative Symptome) billig, oder
    4. man gibt Infusion mit Immunglobulinen von tausenden gesunden Blutspendern (wirkt, wenns wirkt, nur kurz, 14 Tage) und kostet pro
    Behandlung 20.000 Eur, also jedes Jahr eine halbe Million
    5. Punkt 3 birgt extremes Risiko dauerhafter Verschlechterung gegenüber Status quo; Punkt 4 verordnet mir keiner auf Verdacht

    Der Immunologe würde den Defekt der T-Lymphozyten bestätigen, der Neurologe und der Internist winken ab.

    Der Immunologe hat aber keine therapeutischen Ideen, er hat es mit Virostatika und Antibiotika als Immunstimulatoren probiert, ging nach hinten los. Nebenwirkungen hab ich hier gepostet.

    Hänge gedanklich fest. - Was würdest du tun?

    LG
     
    #141
  2. gorilla

    gorilla

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    Du hast die beiden Varianten bereits aufgeführt. Mögliche Nebenwirkung kennst du ja. Ist die Frage ob du das Risiko wirklich eingehen willst. Wie ist dein Gefühl? Denkst du, du bekommst es irgendwann in den Griff und kannst damit leben oder geht es weiter "bergab" und wenn ja wie sind die zeitlichen Intervalle?
    Gibt es such mal bessere Tage?
     
    #142
  3. gorilla

    gorilla

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    Zu 4

    "Mit einem Preis von ungefähr 70 € pro Gramm und einer durchschnittlichen Applikation von 500 mg/kg Körpergewicht sind intravenöse Immunglobuline sehr kostenintensiv."

    3000 Euro, oder habe ich ein Rechenfehler?
     
    #143
  4. richie

    richie

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    Es gibt keine besseren Tage. Der Abbau schreitet weiter voran. Der Thread-Titel ist Programm.

    Verliere kontinuierlich weiter an Muskelsubstanz.

    Ich hab im Leben noch nie so gefroren wie jetzt. Bei 0 Grad friere ich wie bei -20 Grad. Hab keine Muskulatur als Wärmespeicher.

    Habe mittlerweile Kontakt zu vielen Menschen mit muskulären Erkrankungen, erstaunlich:

    Keiner hat einen so schnellen Abbauverlauf, wo die gesamte Skelettmuskulatur betroffen ist, wie ich. Mit Ausnahme von ALS Patienten.

    Cortison wäre wie Russisch-Roulette und IV-IG verordnet mir keiner.

    Gibt doch mit Sicherheit noch andere Methoden auch wenn nicht publiziert, dem Immunsystem klar zu machen, keine körpereigenen Proteine zu fressen!

    Ich will diesen Selbstzerstörungsmechanismus ausschalten.

    Ich habe die mentale Power. Jetzt müssen Ideen und medizinischer Support her!
     
    #144
  5. richie

    richie

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    Update

    War für 6 Tage in Klinik

    Es wurde umfangreiche Diagnostik betrieben insbesondere was die Muskeln und Nerven betrifft, Ergebnisse:

    ENG --> okay
    EMG --> okay, hohe Amplituden bei Willküranspannung aber nichts Bedenkliches
    SSEP --> okay
    Laktat-Ischämie-Test --> okay, normaler Anstieg und Rückgang von Laktat und Ammoniak
    Laktat-Ischämie-Test unter Belastung Fahrrad-Ergometer --> okay, normaler Anstieg und Rückgang von Laktat und Ammoniak
    Nerven-Sonografie --> okay, die Nerven am Arm haben alle normale Durchmesser
    Muskel-Sonografie --> okay, die geschrumpften Muskeln zeigen normale Strukuren
    Muskel-MRT --> okay, keine Verfettung oder Ödeme in den Muskeln der Oberschenkel
    Echokardiografie --> okay
    Blutuntersuchung --> Neuro-Basics okay
    Urinuntersuchung --> okay

    Damit sind unter Berücksichtigung meiner umfangreichen Vorbefunde ausgeschlossen:

    autoimmune Prozesse
    entzündliche Prozesse
    Nervenerkrankung
    Organerkrankungen

    Mir geht es ungeachtet dessen so schlecht wie noch nie.
     
    #145
  6. richie

    richie

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    Die auffälligen Symptome nochmal gelistet:

    1. schneller Ganzkörperabbau also ALLE Muskeln schrumpfen, ohne das Mangelernährung oder Inaktivität vorliegt
    2. progredienter Verlauf
    3. abnorme schnelle Muskelermüdung
    4. muskuläre Beanspruchung führt zur dauerhaften Verschlechterung, beschleunigt Abbau, führt zu hohen Urinausscheidungen - Training und Physiotherapie kontraproduktiv
    5. allgemeine Regeneration nach muskulärer Beanspruchung dauert immer länger, die im Alltag am häufigsten beanspruchten Muskeln wie an Händen und Füßen sind am schnellsten erschöpft und neigen dann zu Krämpfen
    7. Atmung bei Belastung / Atemmuskulatur ebenfalls betroffen
    8. kognitive Veränderung (mangelnde Konzentration, Wortfindungsstörung, Verschlechterung Gedächtnis)
    9. hohe schubartige Urinausscheidungen nach VitB 12 u. a. harmlosen Substanzen
    10. Faszikulationen provozierbar (durch Alkohol und Elektrolyte Magnesium, Calcium Brausetabs)

    Die Mehrzahl der Ärzte weis nicht weiter, ignoriert die subjektiven Symptome, ignoriert die auffälligen aber unspezifischen Blutwerte, ignoriert auch den durch meine vorher/nachher Fotos belegten extremen Ganzkörperabbau.

    Der Oberarzt der Station äussert den Verdacht auf eine Speichererkrankung.
     
    #146
    Zuletzt bearbeitet: 25. Jan. 2016
  7. richie

    richie

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    Es gibt ja verschiedenste Speichererkrankungen:

    Glykogen beispielsweise

    Der Muskel besteht zu ca.70% aus Wasser

    1g Glykogen bindet 3g Wasser

    Wenn meine Muskeln am ganzen Körper schnell ermüden, schwächer werden und extrem schrumpfen, ich gleichzeitig hohe Urinausscheidungen habe (wobei weder erhöhtes Eiweiss noch Zucker im Urin sind, einfach nur viel Wasser) dann könnte das
    in einem direkten Zusammenhang stehen.

    Begleitsymptomatik erklärt sich damit auch:

    Vom Glykogen sind auch andere Zellen abhängig wie z.B. Leber, Hirnzellen etc.

    Hirnzellen könnten durch ein temporäres Defizit an Glykogen einen Mangel erlitten habe, was zum Ausfall der rechten Körperhälfte geführt hat, ähnlich wie beim Schlaganfall.

    Auch wenn die Hirnzellen wieder versorgt sind oder neue gebildet wurden, die Muskeln der rechten Körperhälfte hatten vorrübergehend keine 100%ige nervliche Innervation, dadurch verkleinert wie bei Inaktivität. Und das holen sie auch nicht wieder auf weil durch den Glykogenmangel schrumpfen ja alle Muskeln ob links oder rechts ob Trizeps, Wade, Zwerchfell, Zunge.

    Die Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Gedächtnisdefizite wären dann ebenfalls erklärbar.

    Die extrem krassen Körperreaktionen wenige Stunden nach harmloser VitB12 Injektion:

    Muskelzucken, Zittern, Schweißausbrüche, extreme Mengen Wasser pinkeln tagelang

    Spielt VitB12 nicht eine wichtige Rolle im Muskel- und Hirnstoffwechsel an irgendeinem Punkt?

    Höchstwahrscheinlich hatte ich diese Erkrankung schon in mir.
    Aber sie ist deshalb ausgebrochen weil ich sie durch die lange Diät (kcal-Defizit) getriggert habe, oder durch Kreatin, oder durch Antibiotika, oder durch mehrere Faktoren zusammen.

    Jedenfalls gibt es ganz verschiedene Arten von Erkrankungen beim Glykogen kann Aufbau, Transport, Speicherung oder Abbau betroffen sein. Ausser Glykogen kann es sich auch um Lipidspeichererkrankungen oder krankhafte Enzymmängel handeln.

    Hier gilt es jetzt anzusetzen.
     
    #147
    Zuletzt bearbeitet: 25. Jan. 2016
  8. gorilla

    gorilla

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    #148
    Zuletzt bearbeitet: 8. Feb. 2016
  9. gorilla

    gorilla

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    Es ist unfassbar, meine Freundin war wegen einer leichten Blasenentzündungen beim Arzt, eher wegen der Krankschreibung, welche mittlerweile von alleine verheilt ist. Was hat der Hausarzt ohne Untersuchung verschrieben? Ciprofloxacin 250mg. Unfassbar! Dich bin wiedermal so krass bestätigt wie grob fahrlässig Ärzte mit der Gesundheit von Menschen spielen. Verrückte Welt, kranke Gesundheitssysteme die den Namen nicht wert sind.

    @ Richie
    Wie ist der Status. Es muss doch mal zu einem Stillstand kommen.
     
    #149
  10. gorilla

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    Ach ja, wollte ich die ganze Zeit schon fragen. Hand aufs Herz, hast du in deinem Leben schonmal anabole Steroide genommen?
     
    #150
  11. gorilla

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    Hey Ritchi, gib uns ein Lebenszeichen!
     
    #151
  12. gorilla

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    Ritchie melde dich mal.

     
    #152
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  13. gorilla

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    Ich hoffe echt, dass Richi seine Gesundheit wieder erlangt hat oder zumindest wieder im Alltag steht:thumbsup:
     
    #153
  14. illith

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    ich bin mir da leider nicht so sicher.....
     
    #154
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  15. gorilla

    gorilla

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    Bin ich eigentlich der einzige der hier unfassbar zurück bleibt?
    Es hört sich echt an, als wäre Richie zum Pflegefall geworden.
    Ich pack das einfach nicht.
    Ein Mann in der Blüte seines Lebens, sportlich topfit geht zum Arzt wegen einer Blasenentzündung, bekommt Antibiotika und wird zum Pflegefall.
    Das Tragische ist wahrscheinlich, dass der Verursacher (Hausarzt) gar nicht mal weiss, was er da verursacht hat. Ich bleib da einfach nur kopfschüttelnd zurück, auch aufgrund der Tatsache, das dies kein Einzelfall ist, aber keine Warnungen in Deutschland stattfinden.
    Meine Frau war vor einiger Zeit beim Hausarzt wegen einer leichten Blasenentzündung. Eigentlich braucht sie nur die Krankschreibung. Der Arzt verschrieb ihr Ciprofloxacin. Das Zeug hat in den USA mittlerweile eine Black-Box-Warnung wegen schwerwiegender Nebenwirkung oder sogar lebensbedrohlicher Nebenwirkungen.... in Deutschlang gibt es das nicht!

    Unglaublich, nach 24 Stunden und viel trinken, war die Blasenentzündung weg und das Rezept im Hausmüll.

    In Deutschland schlafen die zuständigen Behörden weiterhin.
     
    #155
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2017
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  16. dness

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    Egal bei welchen Arzt ich zwecks Krankschreibung bin wird sofort etwas verschrieben. Auch damals in der Schule als ich krankgemacht habe und nichts hatte! Ich löse die Rezepte nie ein weil es nach 1-2 Tagen ohnehin von selbst verschwindet. Das Thema regt mich richtig auf. So viele im Bekanntenkreis haben ständig etwas, schlucken die Tabletten ohne, dass der Arzt sie mal nach ihrer Ernährung oder körperlichen Aktivität befragt. Da liegt meiner Meinung nach ein Großteil der Ursachen. Rückenschmerzen? Ach, ich schreibe ihnen was auf für die Schmerzen.

    Ähnlich bei einer Bekannte. Sie beklagte nach einer Erkältung Schmerzen im Brustbereich geht zum Arzt. Ohne Untersuchung etwas verschrieben bekommen, sie könne weiter wie gewohnt arbeiten. Nach einigen Jahren einen Herzschrittmacher bekommen. Grund war eine "chronische Infektion".
     
    #156
  17. Furor Veganicus

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    Das wissen wir nicht, Gorilla (also ob es einen Kausalzusammenhang gibt). Ich weiß, du hast diese Abneigung gegenüber der modernen Medizin und willst alles mit Ernährung heilen. Aber führ bitte keinen Ideologiekrieg auf dem Rücken kranker Menschen.
    Ja, es kann sein, dass ein komplizierter Fall wie Ritchie fehl- oder gar nicht diagnostiziert wird, weil es zu keinem Krankheitsbild wirklich gut passt. Und ja, evidenzbasierte Medizin ist nicht perfekt, aber sie verbessert sich ständig. In manchen Fällen versagt sie oder zumindest das medizinische System in der Praxis, das kann in zehn Jahren anders aussehen, auch wenn das zugegebenermaßen jetzt erstmal nichts nützt.
     
    #157
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  18. gorilla

    gorilla

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    Das ist genau der Punkt. Aber ich weiss gar nicht, wer der Schuldige ist.
    Der Arzt ist teilweise in einer Zwickmühle mit Budgets, dass er nur 5 Minuten Zeit hat zum reden. Was soll bei 5 Minuten rumkommen?
    Die Pharmaindustrie, die Umsatz machen will und vermeintlich einfache Lösungen bietet?
    Der Patient, der einfach eine Pille oder Spritze will und gut ist, aber weiterhin die 11er Chicken-Leichenteile beim Fastfoodrestaurant zum kleinen Preis essen will.
    Die Politik, die das Gesundheitswesen komplett umkrempeln könnte und Geld in die Prävention stecken könnte.
    Ratlosigkeit
     
    #158
  19. Ottomane

    Ottomane Moderator Moderator*in

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    Als Kontrast: Ich kenne jemanden, der Arzt ist. Die Anzahl der Personen, die sich nach solchen Fragen angegriffen fühlen oder glatt lügen ist überproportional zum "Nutzen". Wieso? Einige dieser Personen reden dann schlecht über den Arzt "Nimmt mein Problem nicht ernst" und wenns nicht in ner Stadt ist, ist vielleicht der Ruf geschädigt. Die Angstmache und Wut auf Ärzte ist heutzutage sehr leicht verbreitbar. Die Menge der Patienten, die auch gleich ein Medikament haben möchten ist sehr groß.

    Zusätzlich ist es in der Regel sicherer etwas zu verschreiben. Die entsprechenden Mittel sind normalerweise ohne nennenswerte Nebenwirkungen für fast alle und haben bei etwas vorliegendem gute Chance das Problem zu beheben.

    Der Kosten-Nutzen-Faktor überwiegt einfach für alle Beteiligten. Es hält die Bevölkerung auf einem höheren Gesundheitsniveau als etwa abwarten und Ratschläge zur Gewohnheitsumstellung. Das ist auch vorrangig Eigenvertantwortung, der Arzt kann sich leider nicht um die gesamte Gesundheit einer Person kümmern.

    Als Bonusfrustration* kann es Kassenärzten passieren, dass sie ohne ausreichend privatversicherte für "umsonst" arbeiten, wenn sie einen gewissen Betrag überschreiten, weil gerade mehr Patienten ankommen als "typisch".

    *Ärtze sind auch nur Menschen. Zusätzlich kann die psychische Belastung für "bleeding hearts" den Arzt selbst krank machen. Leute sterben dir auch über längere Zeit weg, weil sie die durchaus ab einem Punkt erhaltenen Ratschläge und Anweisungen einfach nicht einhalten können/wollen. Das sind in einer medizinischen Laufbahn nicht gerade wenige bis zum Ruhestand.

    Ich möchte nur andeuten, dass das Problem größer ist als "nur die Ärzte".
     
    #159
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  20. gorilla

    gorilla

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    Ich habe nicht per se eine Abneigung gegen die evidenzbasierte Medizin, ganz im Gegenteil, wenn mir heute ein Irrer ein Messer in den Oberarm rammt, bin ich froh, dass es für Notfälle die "Schulmedizin" gibt. Mit Akupunktur oder einer Ernährungsumstellung komme ich da nicht weit:biggrin:
    Bei chronischen Krankheiten sieht es da schon anders aus, vor allem dort wo Pharmakonzerne einwirken und massiv Einfluss nehmen. Da brauch mir keiner mit Verschwöhrungstheorien zu kommen. Die Budgets für "Marktforschungen" sind millionenschwer und der Sinn eines Konzern liegt im Profit.
    Aber hier beginnt das Problem. Studien werden von der Pharmaindustrie bezahlt und diese Wiederum sind die Grundlage für Behandlungsrichtlien bzw. dem Goldstandard und der Lehrmeinung. Dass Hochschulprofessoren noch im Nebenjob auf der Gehaltsliste von Pharmakonzernen stehen, hinterlässt ferner einen üblen Nachgeschmack. Hier verschwimmen mir zu sehr die Grenzen zwischen Wissenschaft (ich bin selbst Naturwissenschaftler) und Firmen mit (wie selbstverständlich) Gewinnerzielungsabsicht.
    Auch glaube ich nicht, das Richie mit einer Ernährungsumstellung geholfen werden kann. Bei diesem Grad der Vergiftung wird man die Medizin dringend benötigen.
    Leider hatte Richie kein Zugang zu unterstützenden Methoden wie der Hypnotherapie und hatte hier aufgrund von Erfahrungen mit Bühnenhypnotiseuren voreilige Schlüsse gezogen.
    Gerade bei Autoimmunkrankheiten zeigt die klinisch orientierte Hypnotherapie belegbare Erfolge.
    http://www.meg-hypnose.de/publikationen-wiss-projekte/wissenschaft.html
    Besonders beeindruckend war für mich ein Fallbericht (ich weiss anekdotischer Beweis) eines 42 jährigen HIV Patienten (CD4 absolut:284, Viral loud 320.000), der vor einer medikamentösen Behandlung stand. Nach Rücksprache mit dem Arzt schob er den Behandlungsplan nach hinten und begann mit einem Immuntraining via Hypnotherapie. Nach 11 Wochen zeigt die nächste Laborkontrolle, dass die CD4 (Helferzellen) auf absolut: 402 angestiegen waren und der Viral loud auf 130.000 gesenkt wurde. Der Arzt sah keinen Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung und man verlieb bei einer Verlaufsbeobachtung.
    Nach weiteren Behandlungen konnte der Patient seinen CD4 Wert zwischen 450-550 halten.
    Nachzulesen: Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin: Manual für die Praxis, Springer Verlag
     
    #160
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2017
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