Ent-Täuschung: "Even Vegans Die"

Dieses Thema im Forum "Theorie und Diskussion" wurde erstellt von human vegetable, 24. Apr. 2017.

  1. Laren

    Laren

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    Das habe ich mit meinen obigen Beiträgen schon beantwortet.

    Ist mir bewusst, dass es nicht nur eine Form der veganen Ernährung gibt. Das war aber auch nicht mein Punkt.

    Meinst du einen Weg mit der veganen Ernährung oder allgemein einen Weg zur Besserung?
     
    #41
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2017
  2. Phoenix

    Phoenix

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    Das ist auch meine Meinung. Wenn ich im Bekanntenkreis so höre, auf was Kind X allergisch ist und was Kind Y nicht verträgt... krass.

    Dass das gerade bei Veganern so auffällt, könnte einfach daran liegen, dass es dann so extrem in den Fokus rückt, dass derjenige eben nicht mehr vegan isst. Und manchen Omnis ist einfach alles recht, um vegane Ernährung zu dissen, deshalb wird es vielleicht auch gerne aufgegriffen.
     
    #42
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  3. Laren

    Laren

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    Ja, stimmt. Deshalb formuliere ich auch so vorsichtig. Die von dir zitierte Aussage ist nur ein Gedanke, bei dem ich mir selbst nicht sicher bin, ob meine Wahrnehmung täuscht.
     
    #43
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2017
  4. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    allerdings frage ich mich da auch, wieviel davon eine 'modeerscheinung' ist. es scheint mittlerweile in der gesundheitsbewussten szene schon irgendwie ein must-have zu sein, kein gluten zu vertragen oder kein soja, keinen weizen etc pp.
     
    #44
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  5. Phoenix

    Phoenix

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    Das frage ich mich auch und rolle da manchmal innerlich mit den Augen, wenn mal wieder eine neue Unverträglichkeit diagnostiziert wurde. Andererseits will man den Leuten auch nicht unrecht tun.
     
    #45
  6. gorilla

    gorilla

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    Danke!
    In den Medien gibt es hier gefühlt 2 Lager. Auf der einen Seite die Experten die den Menschen Einbildung bzw. einen Nocebo-Effekt unterstellen und die Experten die z.B. Weizen per se verteufeln.
    Sicher ist beides Problematisch. Die einen lassen überflüssigerweise wertvolle Lebensmittel weg wie Getreide oder Hülsenfrüchte, da sie verteufelt werden. Andere werden für Hypochonder mit Wohlstandsproblemen abgestempelt, obgleich wirklich Probleme vorliegen, die übersehen werden.
    Das "gesunde" Ernährung, krank machen kann, hat sich wahrscheinlich noch nicht grossartig rumgesprochen:

    https://www.swr.de/odysso/zuviel-ge...6894/did=2258124/nid=1046894/zkcln/index.html

    Angefeuert von Heilsversprechen a la Fuhrman, Mcdougall, ErnährungsDocs kann dann ein Teufelskreis beginnen.
     
    #46
  7. Laren

    Laren

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    Genau, deswegen lieber den Einzelfall betrachten und differenzieren. Diejenigen mit realen Problemen bleiben zu oft auf der Strecke und leiden dann auch noch darunter, dass Ihnen nicht geglaubt/geholfen wird.

    Gutes Beispiel mit der Dünndarmklappe. Im schlechtesten Fall kann es vorkommen, dass die Dickdarmbakterien sich im Dünndarm festsetzen, was nicht immer rückgängig gemacht werden kann und sich sehr unangenehm auswirkt.
     
    #47
  8. gorilla

    gorilla

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    Und du magst das nicht hier weiter ausführen? ggf. können auch andere User profitieren, von deinen Erkenntnissen was dir Probleme machte und was du weglassen musstest.
     
    #48
  9. xoxo

    xoxo

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    Inwiefern wertvoll? Für mich kan ich das nicht behaupten. Bequem, ja, vor allem für die Industrie. Ein Notnagel, der es zum Grundnahrungsmittel geschafft hat. Vllt mit einem Preis.
     
    #49
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2017
  10. Obilan

    Obilan

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    Die böse Hülsenfrüchte Industrie?
     
    #50
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  11. human vegetable

    human vegetable

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    Sehe ich auch anders. Schließlich sind Getreide und Hülsenfrüchte seit der neolithischen Revolution vor 10.000 Jahren Grundnahrungsmittel (und es gibt immer mehr Belege dafür dass sie sogar schon lange vorher von Vormenschen wie Neanderthalern verzehrt wurden), und nicht erst seit der industriellen Revolution vor 200 Jahren.

    Was sich geändert hat, ist der Verarbeitungsgrad. Zwar wird das allgemein als Verschlechterung gesehen (Verlust von Ballaststoffen und Mikronährstoffen durch Abtrennung von Schale/Randschichten), aber da mag Gorilla schon recht haben, dass einige Menschen besser mit wenig Ballaststoffen klarkommen, bzw. sich ihre Ballaststoffe besser aus anderen Quellen holen (Obst und Gemüse).

    Eine traditionelle asiatische Kost (fast keine tierischen Produkte; viel weißer Reis) hat den Menschen über Jahrtausende offensichtlich nicht geschadet.
     
    #51
  12. Laren

    Laren

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    Dazu habe ich ja schon einige Stichworte geliefert. Klar, nicht über jedes Problem im Detail. Aber es lässt sich schon ablesen, welche umfangreichen Schwierigkeiten das alles mit sich bringt für eine auch nur annähernd ausgewogene Ernährung (welcher Art auch immer). Weiß nicht, inwieweit das für andere hier überhaupt eine Rolle spielt oder von Interesse ist, weil da schon einiges zusammenkommt, wovon die Meisten wahrscheinlich/hoffentlich nie betroffen sein werden.
    Davon ab ist es unangenehm und demotivierend, wenn meine Beiträge (anscheinend) nicht gänzlich gelesen, aber trotzdem kommentiert werden wie von Obilan.

    Bin durch die Situation nervlich onehin nicht auf der Höhe, daher von meiner Seite erstmal nichts mehr öffentlich.
     
    #52
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2017
  13. human vegetable

    human vegetable

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    Dass allgemein als gesund eingeschätzte Lebensmittel im Einzelfall ganz anders wirken können, wird auch in diesem aktuellen Artikel belegt: http://suppversity.blogspot.de/2017/06/gut-bugs-determine-health-benefits-of.html

    Ob man durch Vollkornprodukte (hier: Sauerteigbrot) gegenüber Weißmehlprodukten gesundheitliche Vorteile hat, scheint von persönlichen Eigenheiten (z. B. Darmflora) abzuhängen.

    Insofern macht es bei sehr ungewöhnlichen individuellen Problemen wohl wirklich Sinn, Ernährungsdogmen und Patentrezepte zu hinterfragen, und selbst zu experimentieren.

    Zumindest zeitweilig kann ich gut verstehen, dass es da eine Erleichterung ist, das Gebot des Veganismus aufzuweichen. Vielleicht gibt es noch andere Regeln, die du temporär aussetzen kannst, um dir den Druck weiter zu nehmen.

    Hoffentlich kommst du so zu neuen Einsichten, die dir langfristig dann vielleicht doch wieder erlauben, tierische Produkte auszuklammern, wer weiß. Aber kurzfristig sind deine Gesundheit und Psyche die höheren Prioritäten, das kann ich nachvollziehen.
     
    #53
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juni 2017
  14. gorilla

    gorilla

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    Definitiv, wenn ich immer lese: dies ist gesund und das nicht.
    Ich bin mir sicher, dass viele Neuveganer, die nach einiger Zeit die Flinte ins Korn geworfen haben, einfach zu "gesund" gegessen haben.
    Der Magen/Darm war jahrzehntelang auf Weissmehlbrötchen mit Käse und Schnitzel mit Pommes geeicht. Jetzt gibt es vielleicht Haferflocken, viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte und Nüsse.
    FODMAPs lässt grüssen und die Ballaststoffe gehen von 20g auf 80g hoch.
    Mit Hülsenfrüchten und Gemüse ist man dann voll dabei.
    Durch die FODMAPs kommt es dann zu Fermentation durch die Bakterien der Dickdarmflora (Mikrobiom). Nach einer gewissen Zeit kann der Darm dann bei einigen Menschrn Probleme bereiten, andere fühlen sich gut dabei.
    Daher ist die Einteilung in Gesund und Ungesund einfach zu flach.
    Sicher ist Haushaltszucker in Massen nicht gut, aber Hülsenfrüchte und Nüsse, aber auch Obst und Gemüse müssen nicht per se gesund sein, wenn sich dadurch ein Reizdarm entwickelt.
    Bis ins 17/18 Jahrhundert war das beste Brot (Herrenbrot) das Weissbrot und die Armen bekamen das "unreine" Brot. Heute ist das Vollkornbrot, das Hochwertige:biggrin:
    Keine Ahnung wie es wäre, wenn unser Magen/Darm ein Vetorecht hätte:rolleyes:
     
    #54
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