Ent-Täuschung: "Even Vegans Die"

Dieses Thema im Forum "Theorie und Diskussion" wurde erstellt von human vegetable, 24. Apr. 2017.

  1. human vegetable

    human vegetable

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    Ach, und zum Thema "kontraproduktive Vorsorgeuntersuchungen": Vielleicht wird dir dieses Buch eher zusagen...

    [​IMG]

    Gerade in der Stadtbib ausgeliehen - hat Kapitel über Vorsorge, Antibiotika, orthopädische Eingriffe uvm. Sollte spannend werden.
     
    #21
  2. gorilla

    gorilla

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    Dann bin ich mal gespannt...12,99 Euro war nicht wenig.
     
    #22
  3. human vegetable

    human vegetable

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    Wie jetzt - hast du dir "Even vegans die" jetzt doch angeschafft? Oder redest du von der kindle edition von "Fragen Sie weder..."?
     
    #23
  4. gorilla

    gorilla

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    Ich spreche von "Fragen sie.....". Bin bei Seite 70, klasse Buch! Top Empfehlung:thumbsup:
     
    #24
  5. gorilla

    gorilla

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    Fertig gelesen. Interessantes Buch, liest sich gut, interessante Blickwinkel drin. Die Referenzen sind aber ein Witz. Da steht z.B. einfach nur Apotheken Umschau:gaga:
     
    #25
    illith gefällt das.
  6. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    dafür hab ich das even-vegans heute angefangen. bin aber nur knapp über das vorwort hinausgekommen. :biggrin: (meine aufmerksamkeitsspanne hat in den letzten 15 jahren arg gelitten^^)
     
    #26
  7. human vegetable

    human vegetable

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    Naja, dann habe ja für jeden etwas gefunden.

    Illith, mir geht es genauso - ich merke ebenfalls, dass es mir beim Bücherlesen wesentlich schwerer fällt, lang bei der Sache zu bleiben.

    Ein amerikanischer Soziologe (?), Nicolas Carr, argumentiert sehr überzeugend, dass der Grund dafür digitaler Mediengebrauch ist: Das "interaktive" Lesen kurzer Hypertexte online erfordert bei weitem nicht die Konzentrationsspanne, die für das Lesen "richtiger" Bücher benötigt wird, und verringert diese Fähigkeit sogar.

    Ich versuche bewusst gegenzusteuern, indem ich doch immer wieder ein Buch lese, "auch wenn's weh tut". Halt auch eine Art von Training - sogar mit gesundheitlichem Nutzen: https://www.theguardian.com/books/2...r-a-longer-life-readers-die-later-study-finds

     
    #27
    illith und purified gefällt das.
  8. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    das hat mein diplom-begleitender prof seinerzeit auch gesagt - "bücher sind ein *langsames* medium". ich finds bei mri echt richtig krass - ich war früher der über-bücherwurm.
    und jetzt braucht es echt schon fast körperliche anstrengung, ein paar minuten bei der sache zu bleiben. ich spüre richtig, wie mein "geist" immer wieder zur seite ausbrechen will, nach wenigen zeilen.
    menie kleine zaubertafel aka kindle hat da ein bisschen abhilfe geschaffen, weils irgendwie so ein zwischending von handy/computer-display und buch ist. <3 (und zwischendurch kann ich dann immernoch zum handy greifen^^)
    darum freu ich mich immer besonders über die raren fälle, wo ein buch mich richtig catcht, dass es mich dahin zieht und ich es gar nicht mehr weglegen kann. (meist stephen king oder zuletzt ganz heftig gone girl, das mir nach einem dreivierteljahr immer noch phantomschmerzen bereitet^^)
     
    #28
  9. human vegetable

    human vegetable

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    Mit kindle werde ich gar nicht warm. Habe mir schon zweimal eins kommen lassen, wenn es im Angebot war, aber nach einigen Stunden Testlesen immer wieder zurückgeschickt. Da lese ich noch lieber am Laptop...

    Das Internet 1.0 habe ich noch begeistert mitgemacht (wie ihr an meiner Beteiligung hier seht), aber irgendwo vor Facebook und mobilen Endgeräten hat es mich abgehängt/wollte ich nicht mehr mitlaufen.

    Selbst meine Eltern/Schwiegereltern sind da aufgeschlossener - mein "technologisches Alter" übersteigt mein chronologisches/biologisches scheinbar um mehrere Dekaden.
     
    #29
  10. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    eInk ist doch das beeeste! :o wie kannst du es wagen?
     
    #30
  11. Laren

    Laren

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    Ich bin nicht enttäuscht von der veganen Ernährungen, mehr traurig, dass ich nicht dabei bleiben konnte. Weil der Tierqualaspekt letztendlich meine Hauptmotivation war und auch noch ist. Evtl. wiederhole ich mich, aber mit vegan gut/schlecht hat es bei mir nichts zu tun. Es gibt zur Zeit auch sonst keine "optimale Ernährungsform" für mich. Ich wusste schlicht nur nicht mehr was ich essen sollte ohne langsam zu verhungern. Die Gründe & Ursachen dafür gab es schon lange vor der veganen Ernährung. Es war daher keine bewusste Entscheidung dagegen. Unter anderen Umständen wäre ich ohne Weiteres dabei geblieben.

    Ich finde es nur logisch, dass nicht jede Ernährungsforum ausnahmslos für alle Menschen geeignet ist. Das musste ich erst durch eigene Betroffenheit auf die harte Art lernen. Sonst würde ich, zugegeben, jetzt vielleicht noch anders denken.
    Im Wesentlichen hat es ja Ottomane schon im zweiten Beitrag geschrieben. Diese Überhöhung von Ernährungsformen als Allheilmittel für alles ist ein ziemliches Problem. Sehe ich aber generell so, nicht nur bei der veganen. Im schlimmsten Fall sind dann alle selbst schuld, für die es nicht funktioniert.

    Heilung hatte ich mir davon nie versprochen, wobei ich Anfangs schon von gesundheitlichen Vorteilen überzeugt war. Ich hatte angefangen mich mehr mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen, selbst gekocht, "gesündere" Nahrungsmittel ausgewählt. Also das Übliche, das auch andere berichten. ;) Das war schon viel wert, wenn natürlich eher eine indirekte Auswirkungen des Ganzen. ;)


    Zu dem Konzentrationsthema: Es gibt die Theorie oder Meinung, dass eine bestimmte Form der Demenz durch den heutigen Medien- und Elektronikgebrauch ausgelöst werden kann. Also durch ständige Unkonzentriertheit und Ablenkung. Ist nicht unumstritten und ich kann dazu nicht viel mehr sagen, weil ich mich kaum damit beschäftigt habe.

    Wenn mancherorts aber schon Bodenampeln installiert werden, weil Menschen wegen des Handys den Blick nicht mehr heben... ;)

    Ich sehe das alles auch sehr problematisch, gerade weil ich dafür selbst nicht gerade unempfänglich bin. Ein Handy benutze ich momentan nicht und von Smartphones werde ich mich so lange es geht fernhalten. So interessant die Möglichkeiten teils auch sind.

    Im digitalen Bereich stört mich zeitweise schon, wie die Kommunikation leidet. Ob wegen der tl;dr-Mentalität oder aus ähnlichen Gründen.
     
    #31
  12. gorilla

    gorilla

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    Kannst du das noch ausführen?
    Bist du wegen gesundheitlichen Gründen Vegetarier oder wieder Omnivore geworden?
    Vegan =! Vegan

    Selbst innerhalb dieser Restriktion gibt es ja noch Bsndbreiten von Ketogen, über Rawfood, Fruktarier, Pudding-Veganer bis Very Low Fat.
     
    #32
  13. Obilan

    Obilan

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    Wüsste ich auch gern, es mangelt ja nicht gerade an Auswahl wenns an Getreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte geht.
     
    #33
  14. Laren

    Laren

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    Ich kopiere die Aussage nochmal, weil es keine Überspitzung war. Theoretisch ist die Nahrungsauswahl groß genug, wenn verschiedene Einschränkungen zusammenkommen, relativiert sich das aber deutlich. Wegen Unverträglichkeit einzelner Nahrungsmittel hätte ich den obigen Beitrag nicht geschrieben. Hülsenfrüchte sind für mich ausnahmslos eine Qual. Das meine ich so, wie ich es schreibe. Fruchtzucker verstoffwechselt mein Körper unzureichend, Ballaststoffe und andere pflanzliche Stoffe verursachen Probleme, Histamin/biogene Amine u.v.m. - Wenn ich es nicht am eigenen Leib erleben würde, hätte ich es mir nicht vorstellen können.

    Zu der Frage Gorilla, ob es an gesundheitlichen Gründen lag: Das lässt sich so sagen, genauer wäre aber, dass es überlebenstechnische Gründe hatte. Mit einer nicht-veganen Ernährung bin ich akut erstmal nicht gesünder. Das heißt, die o.g. Probleme verschwinden damit auch nicht. Es geht einfach darum, irgendwie die lebenswichtigen Nährstoffe zu beziehen. Und bevor Nahrungsergänzungsmittel vorgeschlagen werden sage ich gleich, dass ich auch damit reichlich Probleme habe und selbst (oder gerade) künstliche Nahrung nicht problemlos vertrage.

    Möchte meine Situation hier nicht weiter breit treten, deshalb bitte ich um Verständnis, das ich nicht alles haarklein wiedergebe. Es ist mir nur ein Anliegen, auf solche Fälle aufmerksam zu machen. In Foren für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten spiegelt sich das gut wieder. Da melden sich u.a. auch Betroffene, die sich gerne (weiter) vegan ernähren würden, aber nicht mehr wissen wie es funktionieren soll. Manche wissen kaum noch, was sie überhaupt noch essen sollen, halten sich ggf. nur mit Fleisch über Wasser. Sind Extremfälle, aber kommt vor. Also schaut bei Interesse doch mal dort herein.
     
    #34
  15. gorilla

    gorilla

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    Das ist schade, denn es ging mir nicht darum dich vollzulabern um dich wieder zum 100% Veganismus rüberzuziehen, sondern um Hintergründe zu erfahren, was genau für Probleme vorliegen. Ich vertrage z.B. auch nur wenig Obst und Hülsenfrüchte sind bis auf Grüne Bohnen auch nich drin. Hummus geht komischerweise in kleinen Mengen. Eine fritierte Falaffel wiederum liegt mir wie ein Stein im Magen.
    Da ich mich vermeintlich sehr gesund ernährebwie viel Vollkorn, Gemüse, Obst, Nüsse, Omega 3 wundere ich mich trotzdem über eine chronische Hautentzündung die svhon seit Monaten besteht und mein Körper einfach keine Homöostase findet und dies ausheilt. Mein Magen Darm läuft nicht 100% rund und obwohl Greger ja beteuert, dass bis zu 22 Abfurzen völlig normal ist, kaufe ich das nicht.
    Ich komme an manchen Tagen weit drüber und bin mir bezüglich eines Zusammenhangs zwischen Magen&Darm und Haut sicher.
     
    #35
    Zuletzt bearbeitet: 25. Juni 2017
  16. Laren

    Laren

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    Entschuldige, wollte dich nicht vor den Kopf stoßen. Ich hatte nicht angenommen, dass du in der Art betroffen bist.

    Für mich war die "gesunde Ernährung" eine Tortur, deshalb möchte ich das etwas relativieren (aber nicht abwerten).
    Über die Haut äußert es sich bei mir nicht, kenne solche Probleme aber vereinzelt aus Berichten. Ernährungsumstellungen können da teilweise scheinbar helfen, je nach Ursache. Mein Darm ist auch deutlich angeschlagen.

    Die genauen Hintergründe sind nicht geklärt. Sicher bin ich nur, dass es familiär eine gewisse Veranlagung gibt. Dazu wurde ich in der Kindheit längerfristig mit Antibiotika behandelt, was vermutlich seine Spuren hinterlassen hat. Und letztendlich hatte ich zu lange mit all dem gelebt, wodurch es bestimmt auch nicht besser wurde.

    Falls dich etwas genauer interessiert, dann schreibe mir gerne eine Nachricht. :) Kann aber nicht behaupten, das alles zu durchblicken.
     
    #36
  17. Mlafi

    Mlafi

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    Gerade heute habe ich geschaut , welche Nachteile der Veganismus hat, außer dass man von der Gesellschaft als verrückter Hippie abgestempelt wird. Die "Gründe kein Veganer zu sein" waren oftmals Parodien von Veganer selbst oder konnten schnell durch Gegenargumente zur nichte gemacht werden.
    Doch dann hab ich mir viele Videos, indem Veganer wieder anfingen Fleisch zu essen oder Eier zu konsumieren, weil sie sich schlecht fühlten, Verdauungsprobleme hatten oder "es einfach nicht funktionierte". Da dachte ich mir sofort "Wie kann das sein? Haben sie nicht richtig drauf geachtet was sie essen und wie viel sie von was benötigen?" (dass jemand eine Unverträglichkeit gegen etwas hat kam mir, bevor ich dein Post gelesen habe, nicht in den Sinn)

    Doch auch Veganer, die 10 Jahren diese Lebensweise hielten, hörten mit den gleichen Gründen auf.
    Ich verstehe, wie Menschen aufgrund einer oder mehrere Unverträglichkeiten sich nicht gesund vegan ernähren können, aber das brachte mir wirklich Kopfzerbrechen.
    Hätte einer eine Idee an was das liegen könnte?
     
    #37
  18. Obilan

    Obilan

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    Das wissen wohl nur die Personen selbst.
     
    #38
  19. Laren

    Laren

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    Keine, die ich belegen könnte. Aber vielleicht hat es stellenweise damit zu tun, dass die vegane Ernährung in unseren Breitengraden noch nicht allzu lange praktiziert wird. Es werden viele Nahrungsmittel gegessen, die vorher nur Beilagen waren oder gar nicht auf dem Speiseplan standen. Möglicherweise macht die Umstellung bei einigen Menschen einfach Probleme, weil der Stoffwechsel damit nicht zurechtkommt(?) Das erklärt sicher nicht alles und vieles lässt sich nur schwer bestimmen. Mikrobiom, Enzyme, ...
    Ich denke aber, dass bei den Ernährungsthemen zu oft von einem Standardmenschen ausgegangen wird, der auf eine bestimmte Weise funktioniert. Was bei vielen Punkten ja auch Sinn macht, aber eben den Einzelfällen nicht gerecht werden kann.

    Durch die Eindrücke aus den entsprechenden Foren frage ich mich allerdings, ob multiple Unverträglichkeiten allgemein zunehmen. Vielleicht gab es solche Probleme auch schon vorher, nur rückt es verstärkt in den Vordergrund, weil Menschen sich mehr mit ihrer Gesundheit beschäftigen als früher.
     
    #39
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2017
  20. Obilan

    Obilan

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    Also die vegane Ernährung gibt es ja schonmal nicht. Von 801010 bis Keto ist alles möglich und je nach Land gibt es da ja auch Unterschiede. Ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, denke ich findet man immer einen Weg. Vielleicht auch mit Hilfe einer professionellen Ernährungsberatung. Ich nehme mal an du wirst jetzt nicht zu einer Diät gewechselt sein die zu 100% aus Tierprodukten besteht und plötzlich ist alles gut, oder?
     
    #40
    illith und upgrade gefällt das.