Ent-Täuschung: "Even Vegans Die"

Dieses Thema im Forum "Theorie und Diskussion" wurde erstellt von human vegetable, 24. Apr. 2017.

  1. human vegetable

    human vegetable

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  2. Ottomane

    Ottomane Moderator Moderator*in

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    Bin mal gespannt. Der gezäunte Wagen der Veganer fährt ja leider zu oft angetrieben durch ein Gefühl von allumfassender Überlegenheit.
    Es gibt leider genügend Posts wie: "Went vegan 7 weeks ago, already lost 12 pounds!", "I can't understand how people still can eat this poison ...", "Milch *entzieht* dem Körper sogar Kalzium wegen Schwefel, und ..." oder gar: "Carnists deserve cancer"
     
    #2
    Furor Veganicus und illith gefällt das.
  3. human vegetable

    human vegetable

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    Für unter 6 Euro schon als kindle erhältlich: https://www.amazon.de/Even-Vegans-D...id=1493091433&sr=8-1&keywords=even+vegans+die

    Das erste Kapitel hört sich interessant an - das totale Kontrastprogramm zu herkömmlichen veganen Ernährungsbüchern wie "How not to die", wo beschrieben wird, wie vegane Ernährung vor chronischen Krankheiten schützen kann.

    Umso passender, dass Michael Greger das Vorwort schrieb - ich denke dass sich beide Sichtweisen nicht widersprechen, sondern ergänzen. Mag sein, dass vegane Ernährung im Allgemeinen die Wahrscheinlichkeit für viele Erkrankungen senken kann. Das bedeutet aber keinesfalls, dass dies für alle Erkrankungen gilt, oder die Wahrscheinlichkeit auf Null gesenkt wird. Und der Blick auf diese andere Seite hat bis jetzt in der populären Literatur völlig gefehlt.
     
    #3
  4. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    *klick* gekauft.
    klingt ja echt interessant und gut!
     
    #4
  5. human vegetable

    human vegetable

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    Ich habe in den letzten Tagen schon so viel Kohle vernichtet, dass ich jetzt zögere (auch wenn die paar Kröten den Kohl auch nicht mehr fett machen).

    Wenn du es gelesen hast, lass' uns wissen wie du es fandest!
     
    #5
  6. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    das wird realistischerweise nicht so bald und vlt auch überhaupt nicht (komplett) passieren^^
     
    #6
  7. Phoenix

    Phoenix

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    Das Gefühl kenne ich. :laugh:
     
    #7
  8. gorilla

    gorilla

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    Auch Veganer sterben...,,toll. Was für ein überflüssiges Buch. Auch Sportler sterben, Spirtuelle Menschen, Nobelpreisträger und Bill Gates.

    Toll, dafür braucht es ein Buch? Veganer können krank werden.?..ach, das wusste schon der Buddha vor 2500 Jahren und formulierte es in der ersten edlen Wahrheit.
     
    #8
  9. human vegetable

    human vegetable

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    Ich sehe das anders. Die ganzen Heilsversprechen, die im Zusammenhang mit veganer Ernährung gemacht werden, haben schon quasi-religiöse Züge. Da schadet es nix, den Blick auch mal auf die Grenzen gesunder Ernährung zu lenken.

    Verdrängung des (eigenen) Todes ist doch für fast jeden ein Thema - vielleicht wird man die eigenen Gründe, warum man vegan geworden ist, nach der Lektüre dieses Buches kritischer sehen.
     
    #9
    illith und Ottomane gefällt das.
  10. gorilla

    gorilla

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    Ich denke man richtet mit so einem Buch Schaden an.
    Vegan vollwertig zu leben hat bewiesenermaßen viele gesundheitliche Vorteile. Veganer sind schlanker, haben einen niedrigeren Blutdruck und leiden deutlich seltener an Fettstoffwechselstörungen, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Auch das Krebsrisiko ist geringer. Wichtig wäre ein pragmatischer Wegweiser und keine unrealistische Fuhrman Vorgaben, selbst Gregers Empfehlung finde ich zu heftig. Gesund, aber bekömmlich! Das wäre ein wichtiges Thema, nicht das Veganer auch krank werden können. Ich denke trotzdem, das Vegan Whole Food die anderen Kausalitäten die Einfluss auf eine Krankheit nehmen, effektiv kompensieren kann, selbst genetische Disposition.
     
    #10
  11. human vegetable

    human vegetable

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    Siehe oben - es geht ja nicht drum, vegane Ernährung schlechtzureden. Im Moment scheint das Pendel aber eher in die andere Richtung auszuschlagen - alle möglichen Übel, sogar das Altern selbst, scheinen heute durch spelzielle Ernährungspraktiken beherrschbar. Mag sein, dass man sein Risikoprofil verbessern kann, aber am Ende landen wir doch alle unter der Erde.

    Lies' nochmal den Beginn des Threads - wenn das Buch eine gesunde vegane Ernährung sinnlos erscheinen ließe, hätte Dr. Greger sich nicht für das Vorwort verpflichten lassen.
     
    #11
  12. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    hast du einen blick ins inhaltsverzeichnis geworfen, Gorilla?
    der titel ist sicher bewusst so ein bisschen semi-reißerisch gehalten. die themenzusammenstellung finde ich außergewöhnlich gut.

    ich sehe es genau wie HV und Ottomane.
     
    #12
  13. gorilla

    gorilla

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    Ja, klingt für mich nicht interessant.
    Aber ich warte mal auf euer Feedback, kaufen werde ich es mir nicht...
     
    #13
  14. Phoenix

    Phoenix

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    Ähnliche sinnfreie Sprüche findest du aber bei Anhängern anderer Ernährungsrichtungen auch. Eifrige Eiferer gibt's überall.
     
    #14
  15. Ottomane

    Ottomane Moderator Moderator*in

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    Definitiv, war hier halt nur buchthemenbezogen.
     
    #15
  16. gorilla

    gorilla

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    HV, habe mir mal dein Link auf veganrd angeschaut.

    Wenn bei anderen Themen auch so unkritisch umgegangen wird, wie mit der Empfehlung bezüglich der Mammographie, dann Gute Nacht.
    Hier gibt es doch reichlich kritik.

    https://www.tagesschau.de/inland/mammographie-100.html

    Insofern leisten die Autoren ihren Beitrag, das selbst Veganer sterben.

    [Sarkasmus off]

    Da sind mir andere Autoren lieber, die über die Chancen einer veganen Ernährung sprechen und Menschen in ausweglosen Situation Mut machen und zur Heilung verhelfen. z.B. Colin Campbell der einen Paradigmenwechsel bei der Krebsbehandlung einfordert, der auf Ernährung und anderen Gesundheitsfördernden Massnahmen beruht.
     
    #16
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2017
  17. Ottomane

    Ottomane Moderator Moderator*in

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    Nur weil es Kritik gibt, ist es nicht zwangsläufig Unfug. Oder soll nur gemacht werden was perfekt ist?
    Die Mammographie ist in der Diskussion. Das heißt nicht, dass sie unsinnig ist, sondern diskutiert wird wie das Verfahren und die Vorgehensweise danach verbessert werden können. Brustkrebs ist aufgrund des komplexen Gewebes auch nicht eine einzelne Krebssorte, sondern eine Ansammlung von verschiedenen Tumorsorten. Die reine Tastdiagnose kann mit der Auflösungsfähigkeit der Mammographie nicht konkurrieren.
     
    #17
  18. gorilla

    gorilla

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    Das mag sein, mir ging es darum, wie undifferenziert die Autoren Empfehlungen aussprechen. Ein Hinweis auf die Kontroverse wäre an der Stelle unabdingbar.
    Auf der anderen Seite gibt es Kritiker die das Mammographie-Screening als völlig sinnfrei beurteilen.
    Die Gesamtsterblichkeit von Frauen an Krebs (alle Arten) ändere sich durch Teilnahme an einem Mammographie-Screeningprogramm nicht. Es gibt keine effektive Möglichkeit zu ermitteln, welche Frau einen Nutzen von der Mammographie haben wird. Ein wesentliches Problem des Brustkrebs und seiner Vorstufen ist, dass er in der Regel erst symptomatisch wird, wenn ein fortgeschrittenes Tumorstadium vorliegt (Bei Wiki entnommen).
    Und dann kommt noch die Strahlenbelastung (und jetzt bitte nicht den Hormeses Käse.....).
     
    #18
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2017
  19. gorilla

    gorilla

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    Und noch eine Stimme:

     
    #19
  20. human vegetable

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    Gorilla, ich muss zugeben, dass ich mir das Buch selbst noch nicht angeschafft habe und auch nicht plane, das in der nächsten Zeit zu tun. Einfach weil ich genug anderen Kram auf der Leseliste habe, der mir wichtiger erscheint. Also liegt es mir fern, dich dazu nötigen zu wollen, dir unbedingt dieses Buch reinzuziehen.

    Auch wenn ich es selbst nicht lesen will, finde ich das Anliegen hinter dem Buch dennoch höchst aktuell - wegen der "gesellschaftlichen Großwetterlage" (Selbstoptimierung, Jugendwahn und so), und auch wegen der speziellen Art von oberflächlichem Lifestyle-Veganismus, die es nun sogar zum mainstream gebracht hat.

    Dass vor diesem Hintergrund die Grenzen veganer Gesundheitsförderung aufgezeigt werden und auch die Einzelschicksale beleuchtet werden, wo Veganismus keine deutliche Besserung gebracht hat, finde ich mehr als angemessen.

    Wenn du dich von dem Thema nicht angesprochen fühlst und lieber was Positiveres liest, ist das völlig OK für mich.
     
    #20
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