DGE vs. McDougall und die Lowfat Ärzte

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von gorilla, 8. Jan. 2016.

  1. gorilla

    gorilla

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    Hallo,
    mich würde einmal eure Meinung interessieren: Low-Fat Ärzte (McDougall und seine Starch Solution, Barnard, Ornish etc.) vs. der aktuelle Stellungnahme der DGE: "Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten".

    Als Fazit zum Thema Fett sagte die DGE:

    1) Modifikation des Fettsäuremusters zugunsten ungesättigter Fettsäuren (vor allem langkettiger n-3 Fettsäuren, auf Kosten von gesättigten Fettsäuren und trans-Fettsäuren) senkt das Risiko der koronare Herzkrankheit (KHK), nicht aber LowFat, sonder die Modifikation des Fettsäuremusters!

    2) Begrenzung der Fettzufuhr als wirksame Maßnahme zur Prävention von Adipositas, weil mehr Kalorien pro Gramm

    3) Erhöhung der Gesamtmortalität immer Zusammenhang mit der Cholesterolzufuhr aus der Nahrung


    Es soll eine erhöhte
    Kohlenhydratzufuhr zu Lasten von mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit einer Steigerung der Konzentration des Gesamt- und LDL- Cholesterols und einer Senkung des HDL-Cholesterols im Plasma und einem Anstieg der Triglyceridkonzentration einher gehen.

    Wobei ich das auch nicht glaube. Lanfristig und mit Ballaststoffen passiert mit der Triglyceridkonzentration nichts.

    Die Zufuhr von vielen Monosacchariden mit dem Risiko für maligne Tumoren in der Bauchspeicheldrüse. Eine Ernährung mit einem hohen GI mit dem Risiko für Adipositas (bei Frauen), Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit (bei Frauen) und malignen Tumo-
    ren im Kolorektum. Eine hohe GL mit dem Krebsrisiko in der Gebärmutterschleimhaut, das Risiko für koronare Herzkrankheit (Frauen).

    Wobei es hier wohl um Zucker und Süssigkeiten geht.

    Im Gegenzug:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2677007/

     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
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  2. gorilla

    gorilla

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    #2
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  3. human vegetable

    human vegetable

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    Interessant. Aber da gibt es doch immer noch die spektakulären Resultate der "rice diet" etc. was (Prä-) Diabetes/Gewichtsverlust angeht - drastische Verbesserung der Insulinsensitivität usw. Lässt sich das auch mit höherem Fettanteil erzielen?

    Grundsätzlich scheint mir die These am einleuchtendsten, dass der Fettanteil relativ egal ist, solange man einer vollwertig-pflanzlichen Kostform folgt (d. h. ohnehin wenig gesättigtes Fett, hohe Mikronährstoffdichte, wenig zugesetzter Zucker/Auszugsmehl).
     
    #3
  4. gorilla

    gorilla

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    Richtig. Wobei der Fettabbau Einfluss nimmt, Kaloriendefizit, 1800-2000 kcal und moderat Sport.
    Vergleich zur Twinkie Diet mit 2/3 Junkfood und 1800 kcal.

    "His body mass index went from 28.8, considered overweight, to 24.9, which is normal.
    Haub's "bad" cholesterol, or LDL, dropped 20 percent and his "good" cholesterol, or HDL, increased by 20 percent. He reduced the level of triglycerides, which are a form of fat, by 39 percent"

    http://edition.cnn.com/2010/HEALTH/11/08/twinkie.diet.professor/.
     
    #4
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  5. gorilla

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    In Punkto Diabetes bringen Bewegung und Kaloriendefizit und damit der Körperfettabbau einen grossen Beitrag.

    Schon eine moderate Gewichtsabnahme von unter 10% des Körpergewichts verbessert die Insulinempfindlichkeit und die Glukosetoleranz und senkt die Serumlipidspiegel sowie den Blutdruck [Eriksson & Lindgarde 1991, Goldstein 1992
     
    #5
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  6. gorilla

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    #6
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  7. Furor Veganicus

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    Kommt auf die Definition von ,,low" an ;) MIt 20% Fettanteil an den Kalorien gilt man ja in Kraftsportkreisen trotzdem noch als low fat^^
     
    #7
  8. gorilla

    gorilla

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    Ich spreche von den "Low Fat Docs" die 10% angeben. Vor allem Starch Solution.
     
    #8
    Zuletzt bearbeitet: 13. Jan. 2016
  9. Furor Veganicus

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    Stand es jemals zur Debatte, dass die nicht gerade sinnvoll sind? :D
     
    #9
  10. gorilla

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    Wenn man die Publikationen von den zig Lowfat Ärzten bis zur 801010 über Rice Diet, Okinawa Diet liest kann man schon den Eindruck bekommen, dass Lowfat vegan zig gesundheitliche Benefits bietet.
     
    #10
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
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  11. gorilla

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    Wieder kontrovers... Weisser Reis und Nudeln stehen bei hohem Konsum mit chronischen Krankheiten in Verbindung. Wobei die Lowfat Ärzte Vollkorn empfehlen.

    Vegan RD hat es gut zusammengefasst.

    http://www.theveganrd.com/2015/03/white-rice-resistant-starch-and-vegan-diets.html

    Song S, Young Paik H, Song WO, Song Y. Metabolic syndrome risk factors are associated with white rice intake in Korean adolescent girls and boys. Br J Nutr 2015;113:479-87.

    Song S, Lee JE, Song WO, Paik HY, Song Y. Carbohydrate intake and refined-grain consumption are associated with metabolic syndrome in the Korean adult population. J Acad Nutr Diet 2014;114:54-62.

    Zuniga YL, Rebello SA, Oi PL, Zheng H, Lee J, Tai ES, Van Dam RM. Rice and noodle consumption is associated with insulin resistance and hyperglycaemia in an Asian population. Br J Nutr 2014;111:1118-28.

    Hu EA, Pan A, Malik V, Sun Q. White rice consumption and risk of type 2 diabetes: meta-analysis and systematic review. Bmj 2012;344:e1454.
     
    #11
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  12. gorilla

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    McDougall meint:

    "Even poly and monounsaturated fats – found in large amounts in vegetable oils and fish – have been shown to depress the immune system, increase bleeding and promote cancers, especially those of the colon, prostate and breast. Because all fats are easily stored by the body, too much dietary fat makes people overweight and lays the foundation for a host of other problems like heart disease, cancer, and adult-onset diabetes."


    https://www.drmcdougall.com/health/.../introduction/fat-cholesterol-primary-poisons


    Pflanzliche Fette sollen Krebs auslösen,......
     
    #12
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  13. gorilla

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    Die Vorbehalte gegen Fett treffen nur in wenigen Punkten zu, siehe erster Post.
    Die Argumentation, dass zuviel Fett fett macht und dies gesundheitliche Probleme bereitet, ist platt. Ein Kalorienüberschuss macht immer fett, auch Carbs können nicht endlos gegessen werden. Die Tatsache habe ich am eigenen Leib erfahren. Der Körper passt sich schnell an und wandelt die Carbs bei einem Überschuss immer effektiver in Körperfett um.

    Wobei Kempner mega Erfolge hatte!
     
    #13
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
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  14. gorilla

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    Hey Humanveggie kein Beitrag für eine erquickenden Diskussion?
     
    #14
  15. Andre88

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    Manchmal fehlen auch ihm die Worte!
     
    #15
  16. gorilla

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    ??? Nix verstehe
     
    #16
  17. Andre88

    Andre88

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    Weil Humanveggie keine Diskussion anfängt.
     
    #17
  18. human vegetable

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    Hi Gorilla. So mein input denn unbedingt gewünscht ist: I think you're barking up the wrong tree!

    Ich denke, um den gesundheitlichen Wert einer Ernährungsform einzuschätzen, ist die Qualität der verzehrten Lebensmittel viel wichtiger als die resultierende Makroverteilung. Wenn jemand ausschließlich naturbelassene pflanzliche Lebensmittel verzehrt und nicht allzu einseitig isst, können viele Wege nach Rom führen.

    Wenn es überhaupt einen besten, kürzesten, schönsten gibt, dann richtet sich dieser vermutlich nach der individuellen Konstitution und Patentrezepte machen daher wenig Sinn.

    Immerhin hat dein post mich bewogen, meine strenge McDougall-Ernährung auf den Prüfstand zu stellen: Seit knapp einer Woche habe ich alle starches durch Mandeln/Nüsse ausgetauscht um zu sehen was passiert (aktuelle Makros: PRO ca. 15%, KH incl. fiber ca. 30%, FAT ca. 55%). Und siehe da an, weder fühle ich mich irgendwie erschöpft, noch weniger satt. Zusätzlich habe ich viel weniger Blähungen/Wasserretention. Dann mache ich mal weiter so.

    Allerdings glaube ich nicht, dass dies an einem prinzipiellen Problem der McDougall-Kost liegt, mehrere Milliarden Menschen in nicht industrialisierten Ländern und der Vergangenheit beweisen das Gegenteil. Das liegt wohl eher an meinen verf!"§$%&/ckten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, über die ich hier ja schon mehr als zu Genüge gejammert habe.

    Da ich an mir selber immer wieder feststelle, dass mein Körper selbst die intellektuell einleuchtendsten Theorien gnadenlos ad absurdum führt wenn ich den Selbsttest mache, und du mich gerade wieder darauf gestoßen hast, dass meine Begeisterung für McDougall-Kost mich in eine Sackgasse geführt hat, will ich jetzt trotzdem nicht über McDougall-Kost lästern, sondern ganz im Gegenteil mir alle allgemeinen Aussagen verkneifen und keine neuen Dogmen aufstellen (die sich letztendlich doch wieder als Käse erweisen).

    Statt mich mit Theorie zu beschäftigen, will ich mich auf die Empirie beschränken, und zwar ohne jeden Allgemeingültigkeitsanspruch.

    [Zusätzlich will ich anmerken, dass meine Forennutzung sehr unregelmäßig ist. An manchen Tagen gehe ich ein Dutzend mal rein, an anderen gar nicht. Das ist aber auch ok so - in der Vergangenheit war ich manchmal fast schon auf Entzug, wenn ich einen Tag lang nix gepostet hatte.]
     
    #18
    Zuletzt bearbeitet: 17. Jan. 2016
  19. gorilla

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    #19
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017
  20. gorilla

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    Mal Pro Lowfat Ärzte: Immerhin habe sie eine lowCost Lösung die erfolgreich ist. Walter Kempner hat indirekt eine phosphorarme, proteinarme und glutenfreie Ernährung an Nierenpatienten verschrieben und damit sensationelle Resultate erzielt. McDougall hat zum Thema einen interessanten Beitrag bereits 2007 geschrieben.

    https://www.drmcdougall.com/misc/20...w.drmcdougall.com/misc/2007nl/jun/kidneys.htm

    Mit seiner Starchbased Diet kann er sicher Menschen vor der Dialyse retten. Wenn auch die Hülsenfrüchte stark reduziert werden müssten.
     
    #20
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2017