Bewältigung von Zwangspausen fürs Training

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Fussel, 26. Aug. 2016.

  1. Fussel

    Fussel

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    Moin, ich wollt mal fragen, ob jemand Tipps zur Überbrückung von längeren Pausen beim Training hat?

    Hatte am Dienstag einen schönen Fahrradunfall (mit knapp 35 Sachen in einen Metallzaun gerauscht) und hab jetzt einen geprellten Arm und eine fiese Schnittwunde überm Bauch, weil mir der Lenker alles aufgerissen hat.

    Jetzt zum blöden Teil: Ich trainiere für gewöhnlich täglich, entweder Kraft, Kampfsport oder Laufen. Komme jetzt nicht so wirklich drauf klar, wie ich die voraussichtlichen 3 Wochen Pause überstehen soll. Schon jetzt stellt sich da eine Art Höhlenkoller ein, weil ich mich nicht bewegen kann. Klar, eine Runde mit dem Hund geht in Ordnung, aber das war's dann auch schon.

    Hatte hier schon mal jemand ähnliche Probleme und kann mit Psycho-Tipps aufwarten? Irgendwelche halbgaren Übungen fallen wahrscheinlich eh aus, wenn das am Bauch nicht wieder aufreißen soll :confused:
     
    #1
  2. human vegetable

    human vegetable

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    Erstmal ist esve rmutlich sinnvoll, dir bewusst zu machen, dass nach drei Wochen Ausfall keine gravierenden Verschlechterungen deines momentanen Leistungsstandes zu befürchten sind. Im Gegenteil - wenn du moderat wieder einsteigst und dann langsam anziehst, wird dir diese Zeit als "strategic deconditioning" eventuell sogar schnellere Fortschritte ermöglichen.

    Das solltest du dir jedes Mal vor Augen führen, wenn dir ein Gedanke wie "Scheiße, schon X Tage nicht trainiert - ich fall' vom Fleisch! Ich halt's nicht mehr aus - PANIK!" in den Kopf schießt. Nur weil du das in dem Moment denkst, ist es noch lange kein Fakt.

    Du könntest natürlich versuchen, mit isometrischen Übungen und Selbstwiderstand (Muskeln wie beim Posing anspannen) auch in deiner Situation noch ein bisschen Blut in die Muckis zu pumpen. Aber ob dabei wirklich viel rumkommt ist fraglich - und zusätzlich gehst du das große Risiko ein, dass sich deine Rekonvaleszenzzeit verlängert und es noch viel länger dauert, bis du wieder "richtig" loslegen kannst.

    Ich kann deine Trainingsziele nicht richtig einschätzen - vielleicht wäre im Bezug auf Kampfsport "visualisiertes Training" eine Möglichkeit, d. h. du gehst im Kopf die Ausführung verschiedener Formen/Techniken durch und stellst dir möglichst genau vor, wie dein Körper arbeitet. Es ist belegt, dass sich auch dadurch Fortschritte erzielen lassen. Nicht umsonst leisten sich heute praktisch alle Leistungssportler "Mentalcoaches".
     
    #2
  3. Furor Veganicus

    Furor Veganicus Moderator Moderator*in Teammitglied

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    Keine nennenswerten Masseabnahmen, aber hoher Kraftverlust und er sollte langsam einsteigen, sonst ist er von jedem Training tagelang gefickt
     
    #3
  4. Fussel

    Fussel

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    Danke, das mit dem visualisierten Training hört sich gut an, werde ich ausprobieren.

    Es kam vielleicht auch falsch rüber: Ich hab nicht unbedingt Panik, weil ich nicht trainieren kann, sondern ich hab einfach einen sehr hohen Bewegungsbedarf, Hummeln im Hintern sozusagen.

    @Furor: Langsamer Einstieg hieße dann, geringere Intensität fahren und wieder steigern? Hatte ich auch so vor, die tagelangen Ausfälle vom übermotivierten Training hab ich schon hinter mir, über wie ein Kropf.
     
    #4
  5. Furor Veganicus

    Furor Veganicus Moderator Moderator*in Teammitglied

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    Jup, das meinte ich
     
    #5
  6. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    low5, Fussel!^^
    ich hab mir letzte woche montag beim warmup in meinem kickboxkurs den brustwirbel gebrochen und darf jetzt ca 6 wochen ein sexy stützkorsett tragen und "2-3 monate nicht schwer heben". T_T
    gestern hat mir meine ärztin erlaubt, alles zu machen, wobei der rumpf nicht gebeugt oder rotiert wird und ins gym soll ich noch nicht gehen.
    ist ja jetzt nicht ganz das gleiche wie bei dir, aber vlt entfernt verwandt^^ jetzt bin ich am austütfteln, welche bewegungen und übungen so gehen, ohne die rückensicherheit zu gefährden (ich hab ein gesteigertes interesse daran, dass alles wieder optimal zusammenwächst :wink:).
    ich bin zwar eh die ober-couchpotatoe, daher macht es mir vom ding her nichts aus, den ganzen tag rumzuliegen, aber ich schieb natürlich schon panik, dass all meine wunderschönen gainz dahinscheiden (optisch wie leistungsmäßig).
    darum trainier ich jetzt nicht wirklich, aber ich mach über den tag verteilt verschiedene übungen mit hoher bis mittelhoher wdh-zahl, einfach um die muskeln daran zu erinnern, dass sie sich jetzt nicht in den vorruhestand verabschieden können, sondern nur temporär beurlaubt sind.
    übungen, die sich bisher dafür bewährt haben:
    - calf raises (beim zähneputzen :wink: )
    - tibia raises (ebenso)
    - BW-sumosquats
    - curls (im zweifel improvisierte preacher-)
    - seated DB press

    ich find bestimmt noch mehr. muss auch mal gucken, wo ich meinen sling trainer hab.

    darüber hinaus sehe ich das als regenerations-urlaub für meine gelenke, die in letzter zeit ein bisschen viel zu leiden hatten.
     
    #6
  7. Fussel

    Fussel

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    Tolle Wurst, was macht ihr auch so üble Front Kicks :tongue:
    Bei mir geht's schon wieder einigermaßen, vielleicht liegts am Heilfleisch oder an der Ernährung ^^
    Und ohne Riesenwunde im Bauch kann man auch schon wieder spazieren und Joggen, da hält es sich mit dem Wahnsinn in Grenzen.
    Der linke Arm ist aber immer noch ganz schön zerdeppert, ich werde mich mal mit deinen Übungen beschäftigen. Calf Raises und Squats sehen schon mal sehr gut aus, Curls und Press dann eben einarmig.
     
    #7
  8. illith

    illith Administrator Admin Moderator*in

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    ich bin voll happy - 2 monate nach dem unfall montag zum ersten mal wieder kreuzheben (mit noch nicht völlig auskurierter erkältung) - 80kg 6x5wdh.
    nach der freude, nicht querschnittgelähmt zu sein, war meine größte angst, dass ich nicht wieder voll belastbar sein werde. aber dass es so unproblematisch laufen würde....
    nur beim sitzen bekomm ich noch echt nasty rückenschmerzen. das früher schon immer so - allerdings an anderer stellen, aber das jetzt ist echt noch deutlich unschöner. aber nicht am bruch, sondern irgendwelche muskelverkrampfungen scheints...
     
    #8
    Fènix und JanaFlauschata gefällt das.
  9. Fussel

    Fussel

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    Sehr geil, das hört man doch gern!
    Vielleicht mal ne Faszienrolle ausprobieren? Ich hab damit den Großteil meiner Rückenschmerzen weg bekommen, aber das ist wohl auch Typsache mit diesen Dingern.

    Ich vermute mal, die verkrampften Muskeln sind überlastet, weil sie ungewohnte Stützaufgaben der ausgefallenen Strukturen übernehmen müssen. Bisher war ja das Stützkorsett dafür zuständig, oder?

    Bei mir geht's auch schon wieder, nur am Bauch werden wohl Narben zurückbleiben :confused:
    Aber Hauptsache, ich kann wieder trainieren. Einmal beim Krav Maga richtig schön auspumpen macht alles wieder wett.
     
    #9