Bedeutung der Genetik

Dieses Thema im Forum "Bodybuilding" wurde erstellt von human vegetable, 30. Dez. 2016.

  1. human vegetable

    human vegetable

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    Interessanter Artikel, der dieses kontroverse Thema anhand von wissenschaftlichen Studien beleuchtet: https://www.t-nation.com/training/the-best-workout-for-your-body

    Die erste Hälfte finde ich wirklich gut - die Studien zeigen ein klares Bild, und die meisten Folgerungen des Autors machen Sinn, insbesondere die hier:
    Aber dann geht's mit ihm durch:
    Für diese Behauptung und alles was folgt bleibt er jeden Beleg schuldig. Offensichtlich ist es so, dass manche Menschen eher für Ausdauersportarte als Kraftsportarten prädestiniert sind und umgekehrt, aber ob man einen hardgainer mit der richtigen Methode zum high-responder/hyper-responder machen kann (und das sind die Typen, die man ständig in den Medien sieht) wage ich zu bezweifeln.

    Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Schon seltsam, wie der Autor zuerst die Datenlage seziert und die ernüchternde Wahrheit erkennt, und sich dann doch gleich wieder in seine Wunschvorstellungen verrennt.

    Insbesondere schade, da es durchaus einige Studien gibt, die sich mit Auswirkungen individualisierten Trainings beschäftigen, zum Beispiel diese: http://www.ergo-log.com/traininghormones.html

    Aber nochmal - elite athletes are born, not made. Da ändert auch individualisierte Trainingsplanung nix dran. Natürlich kann man als fleißiger und cleverer average responder einen faulen, dummen high responder überflügeln, aber Wunder sollte man nicht erwarten.
     
    #1
  2. Furor Veganicus

    Furor Veganicus Moderator Moderator*in Teammitglied

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    Najo, es ist ja zB schon viel damit gewonnen, wenn du entsprechend deiner Muskelfaserverteilung trainierst.
     
    #2
  3. human vegetable

    human vegetable

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    Diese Geschichte habe ich auch schon oft gelesen, oft gekoppelt mit Muskeltests um die eigene Faserverteilung zu bestimmen. Allerdings habe ich noch keine Studie gefunden, die dieses Konzept bestätigen würde. Insofern steht es für mich noch aus, ob es sich nicht lediglich um wishful thinking handelt. Oder hast du da 'nen link für mich?

    Der aktuelle Stand ist doch, dass sich verschiedenste Wdh-Bereiche in ihrer Hypertrophiewirkung nicht groß untersscheiden, und dass man am besten fährt wenn man hohe und niedrige Wdh kombiniert/parallel fährt. Link: http://strengtheory.com/hypertrophy-range-fact-fiction/

    (Zusammenfassung am Ende für eilige Leser)
     
    #3
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  4. human vegetable

    human vegetable

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    Neuer Artikel zum Thema: https://www.t-nation.com/training/genetic-limits-and-muscle-migration

    Zwar wenig objektiv, aber erfrischend offen und persönlich von einem, der es wissen muss. Und hier ausnahmsweise mal keine Verweise auf Biotest-supps.

    Interessant finde ich seine Empfehlungen am Ende des Artikels. In zwei Punkten würde ich es eigentlich genau andersrum machen: exzentrischen Teil durch langsameres Tempo betonen; leichtere Gewichte mit höheren Wdh-Zahlen.

    Hier hätte ich doch gerne etwas mehr Hintergrund, wie Thib auf seine Tipps kommt.
     
    #4
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